Margot Käßmann
Margot Käßmann
Plakat-Aufschrift "Toleranz"
Plakat-Aufschrift "Toleranz"
Teilnehmer einer Aufmarsches rechter Gruppen laufen am 07.05.2016 durch Berlin und reagieren auf Gegendemonstranten entlang der Strecke.
Teilnehmer einer Aufmarsches rechter Gruppen laufen am 07.05.2016 durch Berlin und reagieren auf Gegendemonstranten entlang der Strecke.

07.05.2016

Tausende demonstrieren gegen Rechts in Berlin "Für Weltoffenheit und Toleranz"

Rund 3.000 Menschen sind am Samstag "für Weltoffenheit und Toleranz" durch Berlin gezogen. Die evangelische Kirche und gesellschaftliche Gruppen hatten dazu aufgerufen. Unterstützt wurde die Aktion auch von der katholischen Kirche.

Der "Spaziergang für Weltoffenheit und Toleranz" sollte ein Zeichen setzen gegen eine Demonstration von Rechtspopulisten, die sich im Regierungsviertel unter dem Motto "Merkel muss weg" versammelten. Nach Angaben der Polizei nahmen an der Auftaktkundgebung in der Nähe des Berliner Hauptbahnhofs etwa 1.000 Personen teil, weniger als die Veranstalter im Vorhinein erwartet hatten.

Eine weitere Gegendemonstration "Für ein solidarisches Berlin" mobilisierte laut Polizeischätzungen 4.500 Teilnehmer. Insgesamt fanden mehrere Protestmärsche gegen die Demonstration der Rechtspopulisten statt. Zum Abschluss des "Spaziergangs" auf dem Gendarmenmarkt rief die evangelische Theologin Margot Käßmann dazu auf, Deutschland gegen die "Abschotter und Angstverbreiter" zu verteidigen.

Käßmann und Bischof Dröge äußern sich

"Als Christin wehre ich mich dagegen, dass Pegida, AfD und Co erklären, sie verteidigten das sogenannte christliche Abendland", so die frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). "Das christliche Abendland hatte seine dunkelsten Zeiten, wenn es sich nationalistisch und rassistisch abgeschottet hat. Und es hatte seine besten Zeiten, wenn Nächstenliebe und Barmherzigkeit, die Grundtugenden des christlichen Glaubens, es geprägt haben."

Der evangelische Berliner Bischof Markus Dröge hatte Christen zuvor ermutigt, sich gegen Tendenzen zu richten, "den christlichen Glauben politisch für völkisches Denken zu instrumentalisieren". Natürlich dürften in Deutschland auch Probleme und Besorgnisse klar und deutlich geäußert werden. "Aber nie und nimmer dürfen Ängste und Sorgen dazu führen, Menschen auszugrenzen, menschenverachtende Parolen in die Welt zu setzen und damit die Werte unseres Grundgesetzes zu unterlaufen."

(KNA)

Nachrichten-Video

Zum Video:
Samstag, 19.08.2017

Video, Samstag, 19.08.2017:Wochenrückblick Christliche Nachrichten

Jetzt im Radioprogramm

0:00 - 2:00 Uhr 
Musica

Geistliche und klassische Musik

Wort des Bischofs - Das Buch

52 Impulse aus dem Jahr 2016 jetzt auch als Buch!

Tageskalender

Radioprogramm

  • Tageskalender
  • 21.08.
06:00 - 06:30 Uhr

Laudes

06:30 - 10:00 Uhr

Der Morgen

10:00 - 12:00 Uhr

Weltweit

10:00 - 12:00 Uhr

Weltweit

12:00 - 18:00 Uhr

Der Tag

14:00 - 16:00 Uhr

Menschen

12:00 - 18:00 Uhr

Der Tag

18:00 - 20:00 Uhr

Kompakt

20:00 - 22:00 Uhr

Weltweit

22:00 - 22:30 Uhr

Komplet

22:30 - 24:00 Uhr

Kompakt

00:00 - 06:00 Uhr

Nachtportal

02:00 - 03:00 Uhr

Kopfhörer

Heutiges Evangelium:
In dieser Woche zu Gast:
In dieser Woche zu Gast:

Komplet – Das Nachtgebet mit Weihbischof Ansgar