Patriarch Kyrill I. und Papst Franziskus
Patriarch Kyrill I. und Papst Franziskus

21.04.2016

Kirche verteidigt Treffen von Papst und Moskauer Patriarchen Wichtig für den Schutz von Christen

Die Leitung der russisch-orthodoxen Kirche hat Kritik am ersten Treffen eines Moskauer Patriarchen mit dem Papst entschieden zurückgewiesen -  und die Havanna-Erklärung als Erfolg gewertet.

Bei der "Protestkampagne" gegen die Begegnung von Patriarch Kyrill I. und Papst Franziskus im Februar auf Kuba handle es sich "um nichts anderes als Pharisäertum", sagte der Außenamtschef, Metropolit Hilarion, laut Kirchenangaben vom Mittwochabend. Das Treffen beider Kirchenoberhäupter habe vor allem dem Schutz der Christen im Nahen Osten gedient und dazu beigetragen, dass Russland und die USA wenige Tage später ein Waffenstillstandsabkommen für Syrien auf den Weg gebracht hätten.

"Orthodoxe Eiferer"

Hilarion sprach von "orthodoxen Eiferern", die den gemeinsamen Friedensappell des Patriarchen und des Papstes verurteilten und dazu aufriefen, in den Gottesdiensten auf die obligatorische Fürbitte für Patriarch Kyrill I. zu verzichten. "Was ist das, wenn nicht der ultimative Ausdruck von Heuchelei?" Er warf den Gegnern des Treffens vor, die russisch-orthodoxe Kirche isolieren und spalten sowie in eine "Sekte ähnlich ihrer eigenen Gruppe" verwandeln zu wollen.

Russisch-orthodoxe Kritiker der in der kubanischen Hauptstadt Havanna unterzeichneten Erklärung des Patriarchen und des Papstes werten diese als Verrat des orthodoxen Christentums. Sie sehen durch eine Annäherung an die katholische Kirche eigene Traditionen bedroht.

Oberstes Führungsgremium wertet Havanna-Erklärung als Erfolg

Das oberste Führungsgremium der Kirche, der von Kyrill I. geleitete Heilige Synod, hatte die Havanna-Erklärung am Wochenende als Erfolg gewertet. Sie habe geholfen, das Leben von tausenden Menschen im Nahen Osten zu retten. Zudem hätten sich Kyrill I. und Franziskus gemeinsam gegen die Diskriminierung von Christen gestellt und zum Schutz von ungeborenen Kindern aufgerufen.

Das Treffen von Kyrill I. und Franziskus vom 12. Februar war die erste Begegnung der Kirchenoberhäupter aus Moskau und Rom seit der Entstehung des Moskauer Patriarchats im 15./16. Jahrhundert. In der gemeinsamen Erklärung heißt es, das Treffen solle "die Christen in aller Welt inspirieren, Gott mit neuem Eifer um die volle Einheit aller seiner Jünger zu bitten". Die Kirchenführer riefen zugleich zu Frieden in Syrien, im Irak und in der Ukraine auf.

(KNA)

Nachrichten-Video

Zum Video:
Montag, 21.08.2017

Video, Montag, 21.08.2017:Christliche Nachrichten

Jetzt im Radioprogramm

0:00 - 6:00 Uhr 
Nachtportal

Mit dem domradio durch die Nacht

Wort des Bischofs - Das Buch

52 Impulse aus dem Jahr 2016 jetzt auch als Buch!

Tageskalender

Radioprogramm

  • Tageskalender
  • 22.08.
06:00 - 06:30 Uhr

Laudes

06:30 - 10:00 Uhr

Der Morgen

10:00 - 12:00 Uhr

Menschen

10:00 - 12:00 Uhr

Menschen

12:00 - 18:00 Uhr

Der Tag

16:40 - 17:00 Uhr

Kulturtipp

12:00 - 18:00 Uhr

Der Tag

18:00 - 20:00 Uhr

Kompakt

20:00 - 22:00 Uhr

Menschen

22:00 - 22:30 Uhr

Komplet

22:30 - 24:00 Uhr

Kompakt

00:00 - 06:00 Uhr

Nachtportal

02:00 - 03:00 Uhr

Kopfhörer

Heutiges Evangelium:
In dieser Woche zu Gast:
In dieser Woche zu Gast:

Komplet – Das Nachtgebet mit Weihbischof Ansgar