06.06.2007

domradio überträgt Eröffnungsfeierlichkeiten des Kirchentags live in Bild und Ton Lebendig und kräftig und schärfer und live!

An drei Stellen wird heute um 17.30 Uhr der Kirchentag mit Gottesdiensten eröffnet: Auf den Poller Wiesen, auf dem Heumarkt und auf dem Roncalliplatz. Und dort hat domradio schon seine Kameras und Mikrofone für die morgige Fronleichnams-Eucharistie aufgestellt. Werfen Sie schon jetzt zur Einstimmung einen Blick auf den bunten Trubel, seien Sie live dabei, wenn Prof. Dr. Eckhard Nagel vom Deutschen Evangelischen Kirchentag das Protestantentreffen eröffnet! Ablauf als pdf. Natürlich finden Sie hier im Anschluss auch die Grußworte von Kardinal Meisner, Ministerpräsident Rüttgers und OBerbürgermeister Schramma.

Zum Auftakt feiert der Kirchentag unter freiem Himmel mehrere Eröffnungsgottesdienste, eine freundliche und musikalisch bunte Begrüßung der Gäste und Gastgebenden, in dessen Zentrum die Losung des Kirchentages entfaltet wird: "Lebendig und kräftig und schärfer". Der Text ist ein Zitat aus der Bibel. Im Hebräerbrief (Kapitel 4, Vers 12) lautet er im Zusammenhang nach der Luther-Übersetzung: "Denn das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer als jedes zweischneidige Schwert, und dringt durch, bis es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens."Optisch unterstützt wird das Kirchentagsmotto, das nach kirchlichem Sprachgebrauch "Losung" genannt wird, von einem christlichen Fisch-Symbol, das durch eine Haifischflosse ergänzt wurde. Der Hebräerbrief, aus dem die Losung stammt, ist Teil des Neuen Testaments. Als Autor galt früher der Apostel Paulus. Theologen sind sich heute jedoch ziemlich sicher, dass nicht Paulus der Verfasser war, sondern ein Christ mit jüdischen Wurzeln wie der Apostel.Die Bibelforschung fand heraus, dass der Hebräerbrief möglicherweise eine Predigt ist. Er könnte an Judenchristen - vielleicht in Kleinasien oder auch in Rom - gerichtet gewesen sein, die wieder zu ihrer jüdischen Religion zurückkehren wollten. Adressat können aber auch allgemein Menschen gewesen sein, die in ihrem christlichen Glauben wankten oder in einer Glaubenskrise standen.Vieles deutet darauf hin, dass der Text Ende des ersten Jahrhunderts nach Christi Geburt entstanden ist. Die Autoren der "Bibel in gerechter Sprache" wollen wegen einiger entsprechender Hinweise nicht ausschließen, dass auch eine Frau den Brief verfasst haben könnte.Die Losung fordere Christen dazu auf, "Profil zu zeigen", erläutert Kirchentagspräsident Reinhard Höppner. Was in der Bibel vom Wort Gottes gesagt werde - nämlich lebendig und kräftig und schärfer zu sein - könne und solle auf dem Kirchentag in Köln auch auf den Menschen, die Kirche und auf den Kirchentag selbst bezogen werden. Es gehe darum, mehr christliche Orientierung in die Welt zu bringen.Nikolaus Schneider, Präses der gastgebenden Evangelischen Kirche im Rheinland, erwartet vom Kirchentag unter dieser Losung "konkrete Zeitansagen, konkrete Wegweisungen durch das Hören des lebendigen Gotteswortes". Ausgewählt wurde das Bibelwort aus dem Hebräerbrief vom Präsidium des Kirchentags.

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