07.05.2007

Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken tagt bis Samstag in Bonn ZDK-Präsident Meyer: „Das gemeinsame Abendmahl ist kein Mittel zur Einheit, sondern Ausdruck der Einheit“

Die ökumenische Perspektive ist erneut Thema bei der Vollversammlung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken in Bonn. Der Präsident des größten deutschen Laiengremiums der Katholiken, Prof. Dr. Hans Joachim Meyer, sagte mit Blick auf ein mögliches gemeinsames Abendmahl beim Ökumenischen Kirchentag in München 2010 im domradio-Interview: „Wir haben immer gesagt: Das gemeinsame Abendmahl ist kein Mittel zur Einheit, sondern Ausdruck der Einheit und dieses Maß an Einheit haben wir noch nicht. Darum ringen wir, darum beten wir, aber man kann es nicht herbeizwingen durch öffentliche Aktionen – das haben wir schon vor Berlin gesagt.“ Beim letzten Ökumenischen Kirchentag in Berlin 2003 war außerhalb des offiziellen Programms von evangelischen und katholischen Christen ein gemeinsames Abendmahl gefeiert worden.Die ökumenische Arbeit beider Präsidien – des Zentralkomitees der deutschen Katholiken ZdK und des Deutschen Evangelischen Kirchentages DEKT – werde weiter fortgesetzt. Für die Planungen zum Ökumenischen Kirchentag in München 2010 seien die Vorbereitungen bereits angelaufen, es gebe gute Rahmenbedingungen, die jetzt mit Inhalten gefüllt werden müssten, so auch auf einem gemeinsamen Kongress zum Ende des Jahres. Das Hauptinteresse gelte dabei dem gesellschaftlichen Engagement der Christen insgesamt. Man müsse sich neben den guten Kooperationen auch an die Spannungen gewöhnen, die der Ökumene inne wohnten. Dadurch erhielte sie auch ihre Vitalität, so Meyer.Die Vollversammlung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken endet am Samstag, dem 05. Mai.