17.05.2011

Süddeutsche Zeitung 27.11.2007 Weihrauch-Alarm! Qualm in der Kirche - nicht nur in Freising ein Sicherheitsrisiko

Vespergottesdienst  im Freisinger Dom: Kardinal Friedrich Wetter schwenkt das
Weihrauchfass, 19 automatische Rauchmelder schlagen an, mehrere Feuerwehrautos
müssen ausrücken. Ist Weihrauch ein Sicherheitsrisiko?

Würzburg, 4. Juli 2006: Während eines Gottesdienstes im Würzburger Dom müssen 30 Schülerinnen wegen Kreislaufproblemen, die durch Weihrauch ausgelöst
wurden, behandelt werden.

Hanau, 24. Dezember 2005: Von automatischen Rauchmeldern alarmiert, stürmen hessische Feuerwehrleute in die Chirurgie des katholischen Krankenhauses St. Vinzenz. Eine Ordensschwester gesteht, kurz zuvor eine Weihrauchlampe entzündet zu haben.

Regensburg, 20. Dezember 2002: Während einer seiner ersten Amtshandlungen löst Bischof Gerhard Ludwig Müller in einem Krankenhaus durch die Verwendung  eines qualmenden Weihrauchfasses
Feueralarm aus. Fünf Feuerwehrfahrzeuge mit 18 Helfern sind gleich da.

Essen, 16. August 2000: Rauchalarm im Essener Dom. Nun war"s der Messdiener.

Köln, 12. Juni 2000: Bei der Segnung einer kirchlichen Radiostation verzichtet der Kölner Kardinal Joachim Meisner zwar auf Weihwasser (hätte die Elektronik beschädigt), nicht aber auf Weihrauch (hat den Rauchalarm ausgelöst).

Mainz, 12. November 1993: Nach einer Anfrage der rheinland-pfälzischen Grünen erklärt Sozialminister Ullrich Galle (SPD): "Ich sehe keine Veranlassung, vor einem Kirchgang zu warnen." Die Ergebnisse einer Studie, wonach Weihrauch den süchtig machenden Haschisch-Wirkstoff
Tetrahydrocannabiol enthält, seien auf sein Bundesland nicht anwendbar. Hier gebe es bisher weder weihrauchsüchtige Pfarrer, noch Messdiener.
zip