25.06.2004

Das Erzbistum Köln war beim Katholikentag in Ulm an vielen Stellen präsent Kaffee, Kekse und viele gute Gespräche

ULM. (EF) „Von allein wäre ich nie auf die Idee gekommen mitzumachen", erzählt Dr. Werner Niggemann aus Overath. Dann hat ihn der Chefredakteur seines Pfarrbriefes in St. Walburga in Overath auf den Wettbewerb von www.pfarrbriefservice.de (die Kirchenzeitung berichtete in Nr. 22/04) aufmerksam gemacht, er hat sein Foto zum Thema „Kreuz" eingereicht  -  und gewonnen.Beim Katholikentag in Ulm überreichte ihm der Kölner Weihbischof Dr. Friedhelm Hofmann den ersten Preis in seiner Kategorie und einen Sonderpreis für das Foto mit den meisten Punkten insgesamt. „Der Pfarrbrief ist ein'' wichtiges Instrument kirchlicher Öffentlichkeitsarbeit" betonte Hof mann bei seiner Laudatio. Mit Ignacio Ordejön und Barbara Evening aus Düsseldorf kamen noch zwei weitere der 30 Preisträger aus dem Erzbistum Köln.Doch nicht nur beim Stand von „www.pfarrbriefservice.de" waren Vertreter des Erzbistums Köln auf dem Katholikentag zu finden. Das Erzbistum präsentierte sich mit einem eigenen Stand-an dem immer etwas los war. Kölner und andere Interessierte kamen zu einem Plausch bei einer Tasse Kaffee, Keksen und Kirschen vorbei, nahmen sich Prospekte mit oder informierten sich über Projekte und Bildungsangebote in und um Köln. „Sehr viele, nicht nur Jugendliche, fragen auch nach Informationen zum Weltjugendtag", freute sich Carsten Hörn vom Presseamt des Erzbistums. Auch die Mitglieder des Diözesanrates waren die meiste Zeit über umlagert und beantworteten Fragen zu ihrer Arbeit. Und in einem Forum zum Thema Ökumene stellte der Brühler Paul Berger das Projekt „Ökumenische Kirchengemeindenpartnerschaften" vor. „Die Resonanz war groß, es ergaben sich gute Gespräche", freute er sich. Zum Stand des Erzbistums gehörte auch das Domradio. Hier gaben sich Prominente die Klinkein die Hand: Wolfgang Thierse, Angela Merkel, Kardinal Karl Lehmann, Norbert Blüm standen zu Interviews und Live-Schaltungen bereit. Auch die Kölner Weihbischöfe Hofmann und Woelki waren gern gesehene Gäste - letzterer auch im Jugendzentrum, wo er bei einer Podiumsdiskussion über seine Erfahrungen mit Berufung erzählte. Chefredakteur Ingo Brüggenjürgen war rundum zufrieden: „Unser Auftritt hier hat sich auf jeden Fall gelohnt!" Besonders gefreut hat ihn, dass wesentlich mehr Menschen als früher das Domradio kennen, auch wenn sie es nicht oder nur übers Internet hören können. Unerwartet viele Zuhörer fand der Vortrag von Bernhard Riedl und Werner Höbsch über das Internet-Projekt „www.ohne-gott.de" - Gespräche mit Gottlosen. „Wir wollten bei dem Projekt bewusst nicht Kirchenfrust und Kirchenkritik in den Mittelpunkt stellen, sondern die Frage nach Gott", erklärte Riedl den Zuhörern aus der ganzen Bundesrepublik. Es sei aber auch festzustellen: „Viele dreschen auf Gott ein und meinen eigentlich die Kirche." Gezielte Fragen und viel Ermutigung, die Seite weiterzuführen, ließen die Organisatoren strahlen.Zufrieden war auch Christoph Heckeley vom Presseamt des Erzbistums. Er informierte über das internationale Chorfestival „Pueri Cantores", das vom 14. bis 18. Juli in Köln stattfindet. „Das Interesse an Pueri Catores war sehr groß." Nicht nur Neugierige und Musikbegeisterte, auch Pueri Cantores-Chöre kamen am Informationsstand vor der Ulmer Kirche St. Georg vorbei und gaben spontan Konzerte. „Es sind auch viele Ehemalige von Chören vorbeigekommen. Bei diesen Gesprächen haben wir gemerkt: Pueri Catores ist wirklich eine große Gemeinschaft." In vielen Gesprächen sei zudem deutlich geworden, dass die Arbeit mit Kinderchören eine wichtige katechetische Arbeit sei: „Über den Gesang und die Mitgestaltung der Liturgie können die Sängerinnen und Sänger auch an die kirchliche Arbeit herangeführt werden." ESTHER FEINEN