21.10.2018 - 08:00

Wort des Bischofs Die wertvollste Marke der Welt?

Welche ist die wertvollste Marke der Welt? Um diesen "Titel" streiten sich Branchenriesen wie Apple, Google, Amazon oder Microsoft. Für Kardinal Woelki ist das nebensächlich, wichtiger sei die wertvollste Botschaft der Welt. Und die stecke in der Liebe Gottes.

Apple soll mit über 200 Milliarden Dollar die wertvollste Marke der Welt sein. Dicht gefolgt von Google und Amazon. Waren, Dienstleistungen, Unternehmen, Sportteams – alles kann eine Marke sein! Selbst Personen sind Marken und haben einen eigenen Markenwert, der sich berechnen lässt.

Mein Dienstwagen, meine Uhr, mein Handy – alles trägt ein Logo, alles trägt einen Markennamen und hat seinen Wert. Meine wertvollste Person aber ist und bleibt Jesus Christus. Er ist keine eingetragene Marke, aber er steht, wie jede gute Marke für eine klare Botschaft: Es ist das Evangelium der Liebe, die Frohe Botschaft der Liebe, die Gott zu uns Menschen hat. Eine Liebe, die stärker ist als der Tod. Für diese Botschaft Jesu gibt es seit 2000 Jahren ein weltbekanntes Erkennungszeichen: Es ist das Kreuz. Das Kreuz, an dem Christus für uns Menschen gestorben ist. Für uns Christen ist es ein Siegeszeichen, weil Jesus den Tod daran überwunden hat. Das Kreuz verbindet so Himmel und Erde. Daher tragen es viele Christen und auch wir Bischöfe. Auch wenn wir ein Kreuzzeichen machen, „Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“ dabei sprechen, dann zeigt das, dass wir zu ihm gehören, zu Christus.

Über eine Milliarde Menschen weltweit bekennen sich zu ihm und zu seiner Frohen Botschaft. Jeder einzelne Christ aber, der soll ein Zeuge und ein Botschafter sein, ein Botschafter, der die Liebe Gottes zu uns Menschen in Wort und Tat lebt. Der Markenwert von Christus, der lässt sich nicht berechnen. Das Kreuz ist Gott sein Dank auch kein Markenlogo. Aber die Frohe Botschaft der Liebe Gottes zu uns Menschen, die ist ohne Frage die wertvollste Botschaft der Welt! Denn Gottes Liebe schenkt uns das ewige Leben. In dieser urchristlichen Hoffnung bitte ich Gott jetzt um seinen Segen für uns alle. Ich tue das durch das Zeichen des Kreuzes: „Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“

Ihr

Rainer Woelki
Erzbischof von Köln

(DR)

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