27.12.2020 - 08:00

Wort des Bischofs Liebe verändert alles

2020 ist fast verbei. Wird im nächsten Jahr alles besser? Nicht von alleine, dafür brauchen wir Gottes Liebe, durch die wir als Menschen wachsen können. Das Wort des Bischofs zum letzten Sonntag 2020 mit Kölns Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki.

 

Was für ein Jahr – dieses Corona-Jahr 2020!  Im Rückblick möchte mancher von uns dieses Jahr bestimmt so schnell es geht abhaken und nur nach vorne schauen. Wenn wir in wenigen Tagen den Beginn des neuen Jahres feiern, kann es doch nur besser werden, oder? Mag sein und ich hoffe das ja auch. Aber viele Probleme werden auch im neuen Jahr die alten bleiben. Klar – es wird auch gute Nachrichten geben: Vielleicht wird es zum Beispiel dank der neuen Impfstoffe bald möglich, dass wir das gefährliche Coronavirus immer besser in den Griff bekommen. Doch nur weil ein neues Jahr mit neuen Chancen und Möglichkeiten vor der Tür steht, wird von ganz alleine bestimmt nicht alles besser. 

Denn wenn wir wirklich grundlegende Veränderungen wünschen, die unser ganzes Leben lebenswerter und liebenswerter machen, dann müssen wir uns zuerst von Gottes Liebe verwandeln lassen. Wir alle können tiefer in sie eintauchen, uns von ihr berühren lassen und so auch menschlich wachsen – gerechter, friedlicher, solidarischer werden. So schaffen wir es auch, die Narben und Wunden des Missbrauchs aufzuarbeiten.  Wo immer wir unsere Nächsten lieben wie uns selbst. Wo immer wir dann auch das Wohl unseres Nächsten im Blick haben, da wird unser ganzes Leben lebenswerter und liebenswerter. Da leuchtet die Liebe Gottes auf – da wird es hell – da wird alles neu.  

Diese Liebe Gottes – die Kraft Gottes, die unser ganzes Leben durchdringt und neu und hell macht, die wünsche ich Ihnen für das neue Jahr. 

Ihnen alles ein frohes und gesegneten Neues Jahr 2021

Ihr Rainer Woelki
Erzbischof von Köln 

 

(DR)