04.02.2009 - 11:52

Vom Ende des Osmanischen Reiches bis heute Christen im Nahen Osten

Der Nahe Osten ist eine vielfältige Region: Die politische Systemen, die wirtschaftlichen Entwicklungen, die Kultur und allein schon die Landschaften sind unterschiedlich. Diese Vielfältigkeit trifft selbstverständlich auch auf die dort lebenden Ethnien und ihre Religionen zu. Das Christentum in der arabischen Welt ist nicht erst durch Mission entstanden; vielmehr hat es hier seine Heimat und seinen Ursprung. In manchen Staaten des Nahen Ostens sind nur noch vereinzelt Christen anzutreffen, die Situation stellt sich in den verschiedenen Ländern unterschiedlich dar.

Daher wollen wir schlaglichtartig uns die Situation von Christen im Nahen Osten beleuchten. Wir schauen in den Libanon, der lange Zeit als Zufluchtort für religiöse Gruppen galt. Außerdem blicken wir nach Israel: Nicht nur Juden und Muslime leben dort, auch Christen. Und manche von ihnen sind als palästinensische oder hebräische Christen in der doppelten Minderheit. Zu Gast ist Dr. Harald Suermann, Leiter der Projektarbeit Naher Osten bei missio, der an der Uni Bonn als Professor für die Wissenschaft zum christlichen Orient forscht und lehrt.