22.01.2009 - 09:16

Suppenküchen in Osteuropa - Hilfe für Leib und Seele Projekt der Woche

Der Winter ist für uns hier die Zeit, in der wir es uns ganz besonders gutgehen lassen – Gans, Ente oder ein saftiger Braten, dazu Rotkohl und Klöße – das steht in der Weihnachtszeit bei vielen Familien in Deutschland auf dem Tisch. Auch wenn es in Deutschland arme Menschen gibt, die durch Tafeln mit Lebensmitteln versorgt werden - das Ausmaß der Not ist in der Ukraine und Weißrussland um ein Vielfaches größer.

Schwester Natalja aus Lviv in der West-Ukraine schrieb uns: "Als ich die Armut der alten Menschen und der Familien das erste Mal sah, war ich zutiefst erschüttert. Sie leben in täglicher Angst ums Überleben. Das ist gegen die Menschenwürde. Das dürfen wir nicht hinnehmen!" Oft sind es Ordensfrauen wie Sr. Natalja, die mit ihren Gemeinschaften Suppenküchen betreiben. Ihr Beitrag ist für die Notleidenden enorm wichtig, weil das staatliche und private Engagement in diesem Bereich bei weitem nicht ausreicht. Und oft sind Suppenküchen für verarmte, kranke und obdachlose Menschen die einzige Möglichkeit, täglich eine warme Mahlzeit essen zu können. Doch die Schwestern kümmern sich auch um Menschen, die ihr Haus nicht mehr verlassen können. Die Alten und Schwachen werden von ihnen zuhause gepflegt und mit einer warmen Mahlzeit und mit Medikamenten versorgt. Wie wichtig die Unterstützung durch die Schwestern ist, beschreibt die 59-jährige Valentina aus Weißrussland: "Ohne die Suppenküche kann ich nicht überleben. Meine Rente von 50 Euro im Monat reicht gerade zum Heizen und für den Strom. Das Essen und die Medikamente der Schwestern sind für mich lebensnotwendig." Für diese Suppenküchen, die wir nicht nur in Weißrussland und der Ukraine, sondern in zahlreichen weiteren Partnerländern unterstützen - und die gerade in der kalten Jahreszeit für viele Bedürftige überlebenswichtig sind - ruft Renovabis in diesem Monat zu Spenden auf.Das Geld wird eingesetzt für Lebensmittel, für Küchenausstattungen, Töpfe und Geschirr, sowie für Medikamente. Unbezahlbar jedoch ist die menschliche Betreuung: das gute Wort, die liebevolle Zuwendung und die geistliche Begleitung. Wir sind sehr dankbar, dass die Schwestern diesen wichtigen Dienst tun und unterstützen sie nach Kräften. Helfen Sie uns dabei.