16.10.2012 - 09:30

Auf den Spuren der bewegten Geschichte Paraguays Vom Paradiesgarten zum Armenhaus Südamerikas

Paraguay liegt im Herzen Südamerikas, zwischen Bolivien, Brasilien und Argentinien und verdankt seinen Namen seinem größten Fluss: dem Paraguay. Sein Name bedeutet in Guaraní, der Sprache der Indigenen "Wasser, das zum Wasser geht".

Über 90 Prozent der Bevölkerung leben von dem Fluss: Mit seinen ungewöhnlich fruchtbaren Böden und der paradiesischen Natur lockte Paraguay seit je her Abenteurer und Einwanderer an - doch die brachten dem Land der Guaraní oft wenig Gutes, angefangen mit den spanischen Eroberern.

Heute hat Paraguay keinen besonders guten Ruf mehr: Es gilt als ärmstes und rückständigstes Land Südamerikas, geprägt von Korruption und sozialer Ungleichheit. Erst im Sommer 2012 war der linksgerichtete Präsident und ehemalige Bischof Fernando Lugo in einem Schnellverfahren aus seinem Amt gedrängt worden.