12.10.2010 - 11:34

Wer stillt den Hunger? Welthungertag 2010

Durchdringend sind die Schreie der Babys auf der Krankenhausstation- eins in Makeni im Norden von Sierra Leone. Hier liegen die besonders schlimmen Fälle, lebensgefährlich abgemagert, mit tränenden Augen und oft auch mit aufgerissener Haut. In kaum einem anderen Land weltweit hat ein Kind so schlechte Chancen fünf Jahre alt zu werden wie in Sierra Leone. Das Land an der Westküste Afrikas zählt auch nach dem Ende des blutigen Bürgerkrieges zu den ärmsten Ländern der Welt.

Im aktuellen Welthungerindex belegt es Platz 79 von insgesamt 84 Staaten. Doch nicht nur in Sierra Leone herrscht Mangel. Auf der ganzen Welt hungern noch immer rund 925 Millionen Menschen, das sind mehr als zehnmal so viele Menschen wie in Deutschland leben. Besonders gefährdet sind Kleinkinder. Eine Unterernährung ist während der ersten Lebensjahre eines Kindes lebensbedrohlich und kann die körperliche und geistige Entwicklung negativ beeinflussen und lebenslange Folgeschäden auslösen. Wieso bekommt die Weltgemeinschaft das Hungerproblem nicht in den Griff? Dieser Frage geht domradio das Thema am Mittwoch, den 13. Oktober ab 10 Uhr zum Welthungertag nach.