28.09.2009 - 17:00

Papst Benedikt XVI. in Tschechien Eine Bilanz

20 Jahre ist es her, dass die einstige Tschechoslowakei mit der "Samtenen Revolution" den gewaltfreien Übergang von der sozialistischen Diktatur zur Demokratie schaffte. Die katholische Kirche blickt heute mit zwiespältigen Gefühlen auf dieses Ereignis im November und Dezember 1989 zurück. Zwar wurden die Menschen vom Joch des Kommunismus und dem antireligiösen Klima befreit, doch sie strömten daraufhin nicht, wie es sich die Kirche erhofft hatte, in die Gottesdienste, sondern lieber in die Supermärkte und auf Partys. Heute sind nur rund 30 Prozent aller Tschechen Christen, im Alltag Vieler spielen Glaube und Kirche kaum eine Rolle.

Doch von der gläubigen Minderheit dort wurde Papst Benedikt XVI. sehnsüchtig erwartet. Vom 26. bis 28. September 2009 hat er die Tschechische Republik besucht. Dabei handelte es sich, wie bei allen seinen Reisen, in erster Linie um einen Pastoralbesuch: der in eines der am meisten säkularisierten Länder Europas, um den Glauben der Menschen dort zu stärken und allen voran den jungen Gläubigen mit seinem Besuch zeigen, dass sie ein Teil der Weltkirche sind.