Serkan geht seine Aufträge durch
Serkan geht seine Aufträge durch

14.09.2016 - 10:00

Inklusion auf dem Arbeitsmarkt Alles inklusiv?! Arbeiten mit Behinderung

Zusammen arbeiten, mit und ohne Behinderung, das ist ein Grundgedanke von Inklusion. Wir haben Menschen mit einer geistigen Beeinträchtigung in ihrem Arbeitsalltag begleitet und eine Behindertenwerkstatt, ein Integrationsunternehmen und eine Firma auf dem regulären Arbeitsmarkt besucht.

"Wir können genauso arbeiten wie Menschen ohne Behinderung, manchmal auch besser als sie, das sage ich offen und ehrlich." Serkan Özdemir ist in einer Firma auf dem regulären Arbeitsmarkt tätig. Durch ein Praktikum hat er dort eine ganz normale Anstellung bekommen. Vorher hat er in einer Behindertenwerkstatt gearbeitet. Für den 27-Jährigen ist es wichtig, dass er als Arbeitskraft ernst genommen wird. Das war nicht immer so, denn bevor er zu seinem aktuellen Arbeitsplatz gekommen ist, hat er mehrere Praktika in verschiedenen Supermärkten absolviert. Dort wurde ihm aber keine Chance gegeben, sich zu beweisen.

Gemeinsam erfolgreich sein

In einem Integrationsunternehmen, in dem Menschen mit und ohne Behinderung zusammen arbeiten, ist das anders. Da wird auf die Mitarbeiter und ihre Fähigkeiten entsprechend eingegangen. Je nach Potenzial wird geschaut, wie man die Arbeit für den Menschen mit Behinderung anpassen und verbessern kann. "Aber die Mitarbeiter sind in so einem Betrieb Mitarbeiter, wie in jedem anderen Betrieb auch. Die haben Aufträge, die sie genau so zu erfüllen haben wie reguläre Arbeitnehmer", sagt Heinz Nitsch. Er ist Leiter des Integrationsunternehmens "Gutshof Warstein". Sein Betrieb unterliegt normalen Marktregularien, der sich an den Kunden orientieren und auch am Ende des Jahres schwarze Zahlen schreiben muss.

Alles inklusiv?!

Wir geben nicht nur Einblicke in verschiedene Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung, sondern sprechen auch in domradio "Das Thema" mit Klaus-Peter Rohde vom Integrationsamt des Landschaftsverband Rheinland (LVR) über Grenzen und Herausforderungen für Menschen mit Behinderung und auch darüber, was passieren würde, wenn es Behindertenwerkstätten nicht mehr geben würde.

(Wdh. vom 13.01.2016)

Moderation: Theresa Meier