04.06.2011 - 19:41

Wie man Hinterbliebene begleitet und Verstorbene verabschiedet "Gestatten, ich bin Bestatterin"

Särge, Beerdigungen und Verstorbene - die meisten Menschen meiden alles, was mit Tod und Sterben zu tun hat. Denn der Tod ist noch heute ein Tabu-Thema, zumindest im "richtigen" Leben. In den Medien werden wir damit mehr denn je konfrontiert. Täglich sehen wir Bilder aus Kriegsgebieten, von Verwüstungen durch Naturkatastrophen und Unfällen. Für Tatjana Ott ist der Umgang mit dem Tod ganz alltäglich. Die 20jährige Blondine ist im letzten Ausbildungsjahr beim Bestattungsinstitut Pütz-Roth in Bergisch Gladbach und hat sich schon früh dafür entschieden diesen beruflichen Weg einzuschlagen.

Im Gegensatz zu vielen anderen jungen Auszubildenden arbeitet sie nicht im familieneigenen Betrieb. Sie ist die erste in ihrer Familie, die diese Branche gewählt hat. Ein Praktikum in der Schulzeit hat sie davon überzeugt, die Ausbildung zur Bestattungsfachkraft zu machen. Tatjana Ott hat ihre Wahl keine Sekunde lang bereut, für sie ist das ein Traumberuf. Warum das so ist, wie ihre Aufgaben aussehen und wie sie damit zurecht kommt, täglich mit dem Tod konfrontiert zu werden, darum geht’s in der Sternzeit.