12.01.2009 - 17:06

Was unscheinbar und klein begann Jochen Rieger

Wenn Ihr dieser Tage zu Hause wart, habt Ihr es vielleicht auch wieder erlebt: Es klingelt, und plötzlich stehen drei singende, angemalte und verkleidete Menschen vor der Tür. Und irgendwie muss man dann immer schmunzeln: Singen unter der Dusche ok, und beim Popstars-Casting vielleicht auch noch, aber einfach so freiwillig vor fremden Leuten, und dann auch noch mit anderen zusammen … na ja, aber warum denn eigentlich auch nicht? Immerhin ist das gemeinsame Singen ja auch eine ureigene Kirchentradition.

Die soll erhalten werden, sagen nicht nur die Sternsinger, sondern zum Beispiel auch Jochen Rieger, ein christlicher Musikproduzent und Arrangeur. Er kümmert sich darum, dass immer wieder neues Material zustande kommt, damit die Kirchenchöre nicht nur die Lieder aus alten Zeiten singen müssen, sondern auch mal etwas haben, dass nach Pop klingt: "Sacro-Pop" nennt man dieses Genre dann: Moderne Chormusik, mit der alle Altersgruppen etwas anfangen können und bei der vor allem alle die Chance haben, auch die richtigen Töne zur richtigen Zeit zu treffen. Besagter Jochen Rieger hat nun mit seinem eigenen Chor eine CD eingesungen, die komplett auf dem "Vater unser" basiert. Zu jeder Textzeile hat er ein Lied komponiert und die einzelnen Lieder mit Klavierüberleitungen verbunden. 71 Minuten umfasst das Ganze dann, natürlich ein bisschen lang für die Messe, aber vielleicht finden sich einzelne Stücke da ja bald mal wieder. Wir hören zuerst den Song, der sich mit der Zeile "Dein Reich komme" beschäftigt. Bei Jochen Rieger heißt das dann "Was unscheinbar und klein begann", gesungen von Elke Reichert, der weiblichen Stimme der Cologne Worship Night. Ein ganzer Song über "Dein Reich komme" aus dem "Vater unser", hier ist Jochen Rieger.Autor: Daniel Hauser