21.11.2009 - 09:22

Warum das geteilte Land auf Deutschland blickt Einen Glückskeks für Korea, bitte!

"Mama, wird Korea auch bald wiedervereinigt?" Das hat der kleine Sung Un Gang im Herbst 1989 gefragt, als das Fernsehen zu Hause die Bilder der gefallenen Berliner Mauer übertrug. Seine Mutter hatte damals keine zufriedenstellende Antwort – und hat sie heute noch immer nicht, eben sowenig wie Sung Un selbst. 20 Jahre später lebt der junge Südkoreaner als Erasmusstudent in Köln. Und natürlich hat er mit großem Interesse die Diskussionen und Feierlichkeiten rund um das Mauerfall-Jubiläum verfolgt. Denn das wiedervereinte Deutschland ist für viele Menschen in Süd- und Nordkorea zum Hoffnungsträger geworden, zum gelebten Beweis dafür, dass Trennung nicht das Ende sein muss. Und auch dafür, dass es sich lohnt für ein Ziel zu kämpfen - egal wie unrealistisch es auch scheinen mag.

Kämpfen musste Sternzeitreporterin Heidi Kuhlmann beim Treffen mit Sung Un nur mit dem Geschmack von Grüner-Tee-Eier-Keksen. Dabei haben sich die beiden über festgefahrene Meinungen und Zukunftsvisionen unterhalten. Das und viele lustige Anekdoten des koreanischen Lebens hört ihr in der nächsten Sternzeit.Bis dahin möchten wir von euch wissen: Wie habt ihr das Jubiläum zum Mauerfall erlebt? Denkt ihr, unsere Generation hätte heute die Kraft eine 50-jährige Trennung, so wie die Koreas, zu überwinden? Wie erklärt ihr euch, dass es in einer Welt, die eigentlich immer weiter zusammenwächst, noch immer geteilte Länder gibt? Sollten vielleicht sogar andere Länder eingreifen, wenn einem Staat die Wiedervereinigung nicht aus eigener Kraft heraus gelingt? Und welche Erfahrungen, außer mit Glückskeksessen, habt ihr mit asiatischen Kulturen gemacht?