26.08.2009 - 20:30

Turn Paul Colman

In London ist er geboren, weil sein Vater dort als Musical-Darsteller gearbeitet hat, doch aufgewachsen ist er in Australien, wohin sein Vater dann wieder zurückkehrte, um den Job an den Nagel zu hängen bzw. seine Fähigkeiten in Zukunft in die Arbeit der heimischen Kirchengemeinde einzubringen. Die Rede ist vom Gitarristen und Sänger Paul Colman. Der tat es seinem Vater zu einem späteren Zeitpunkt nach, was weitreichende berufliche Entscheidungen angeht. Paul war nämlich schon dabei seine Musikkarriere zu starten, spielte einige Konzerte in den USA, trat im Vorprogramm von Larry Norman auf, dem Bob Dylan der christlichen Musikszene. Dann ging er an die Universität, um Musik zu studieren, schwenkte nach einem Jahr aber plötzlich um auf Geschichte, Englisch, Literatur und Philosophie.

Seine Begründung war, dass Menschen seine wahre Leidenschaft wären, und erst danach käme die Musik. Und tatsächlich ging er nach dem Studium eine Zeit lang an eine Privatschule, um dort zu unterrichten. Nebenher trat Paul aber immer noch in Bars und kleinen Clubs mit seiner Musik auf, und als er merkte, dass seine Schüler sich darum rissen, zu seinen Konzerten zu kommen, und diese Begeisterung in der Schule wahrscheinlich fehlte, da war es schließlich Peter Furler von den Newsboys, der ihn für das Musikbusiness wiedergewinnen konnte. Erste Highlights waren Auftritte im Vorprogramm von P.O.D. und Third Day. USA und Australien waren die beiden Länder, wo Paul vornehmlich tourte. Mittlerweile wird man aber kaum ein Land finden, wo Paul seine Gitarre noch nicht ausgepackt hat. Auf seiner CD "History" bekommt man eine kleine Best-Of-Auswahl seiner bisherigen Songs geliefert. Darunter ist auch "Turn", ein Titel, der beklagt, dass die Welt immer nur dann zusammensteht, wenn Katastrophen passieren, aber Paul wünscht sich einen Zustand, in dem Menschen überall dauerhaft in perfekter Einheit miteinander leben. Er führt diesen Wunsch auf den Schöpfer zurück, auf den alles Leben zurückgeht. "Wir müssen umkehren, denn irgendwann ist unsere Zeit abgelaufen", singt Paul Colman. "Turn" heißt der Song, und den findet Ihr auf seinem Best-Of "History".Autor: Daniel Hauser