29.02.2012 - 15:04

Prolog Die zehn Gebote

Wir stehen zwar noch am Anfang der Fastenzeit, aber man muss ja kein Hellseher sein, um zu wissen, wie diese Zeit endet. Nach 40 Tagen ist ausgefastet, dann erinnern wir uns an das, was vor 2.000 Jahren passiert ist. Und mittlerweile sollte doch eigentlich jeder Erwachsene herausgefunden haben, was an Ostern gefeiert wird, warum an Karfreitag betroffenes Schweigen herrscht und am Ostersonntag alles aufblüht. Eben weil Menschen ja aber auch sooo schnell vergessen können oder es vor lauter Business nicht schaffen, sich selbständig zu fokussieren, deshalb gibt es Rituale, die jedes Jahr wieder kommen.

Karneval ist ja genau das gleiche Phänomen - macht auch jedes Jahr Spaß, zumindest vielen. Unser heutiger Musikgast hat schon in seiner Kindheit Gefallen gefunden an einem Ritual, dass sich an das Osterfest angedockt hat: Man kann die Uhr danach stellen - jedes Jahr an Karfreitag kommt die Hollywood-Verfilmung der 10 Gebote im Fernsehen, in der Hauptrolle mit dem mittlerweile schon verstorbenen Charlton Heston. Dieser Mammutfilm hat bei dem Musikproduzenten Dieter Falk nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Nachdem er als Juror bei der Casting-Show Popstars fertig war, hat er sich gleich drangemacht, aus der Geschichte rund um Moses und die 10 Gebote ein eigenes Musical zu schreiben.

Das hat geklappt, und er bringt es morgen das nächste Mal zur Aufführung, diesmal in der SAP-Arena in Mannheim. So viel Platz braucht er einerseits für die vielen Zuschauer, aber andererseits auch für die vielen Sänger, die da mitmachen. Über 2.000 Stimmen wird man morgen hören. Auf der CD sind"s ein paar weniger, aber man kriegt schon so eine Ahnung davon, wie das klingen kann. Wir hören den Prolog aus dem Musical "Die 10 Gebote" - er tastet sich inhaltlich vorsichtig an die Mosezeit heran und macht schonmal deutlich, warum diese Musical nicht nur irgendeine xbeliebige Lovestory erzählt.

Autor: Daniel Hauser