05.10.2010 - 15:32

Offener Himmel Albert Frey

Ihr kennt es aus der Sternzeit: Das Musiker-Ehepaar Andrea Adams-Frey und Albert Frey aus Forchtenberg, einer Kleinstadt im nördlichen Baden-Württemberg. Sie, eine begnadete Sängerin, welche die ersten musikalischen Versuche von Xavier Naidoo mit begleitet hat. Er, einer der wenigen Katholiken unter den modernen Kirchenmusikern, der mit seinen Kompositionen unglaubliche Erfolge in deutschen Gemeinden feiert. Zuletzt hatte er gemeinsam mit seiner Frau drei CDs herausgegeben. Jetzt haben sich beide erstmals wieder getrennt, also rein musikalisch. Sie wollten mehr Raum für ihre jeweils eigene Kreativität gewinnen, haben die Songs abgeschottet vom Partner geschrieben und dann mit unterschiedlichem Konzept im Studio eingespielt.

Am Ende findet alles wieder zusammen, weil die beiden CDs zu einem Doppel-Album zusammengefügt sind, aber so kann man jetzt mal klar heraushören, wer wie klingt. Nächste Woche stellen wir Euch das Album von Andrea Adams-Frey vor, diese Woche das von Albert Frey. Er liebt die Klänge der Natur, den "Sound der Schöpfung", wie er es nennt, und deshalb trägt seine CD den Titel "Urklang": Nicht überproduziert, sondern sehr transparent, hier und da mal mit kleinen Chören und Streicherflächen, im Wesentlichen aber auf Gitarre und Klavier fokussiert, damit auch immer die Vorstellungskraft erhalten bleibt, wie diese Musik vielleicht in der eigenen Kirchengemeinde klingen könnte.

Als Katholik bringt Albert Frey in vielen Stücken auch die Liturgie unter, was ja so unverzichtbar ist, wenn moderne Musik auch in der katholischen Kirche erklingen können soll. "Offener Himmel" betont zum Beispiel einen Ausschnitt aus dem "Vater unser" und verweist auf die Bibelstelle von der Steinigung des Heiligen Stephanus. Er sah den "Himmel offen", bekam eine überirdische Verbindung zu Gott, und Albert bittet Gott in seinem Lied um solch eine tiefe Erfahrung, die eine Vorstellung von dem weckt, was wir "Himmel" nennen. Albert Frey.