04.05.2011 - 09:03

Niemand (Was wir nicht tun) Joy Denalane

"Am Ende bin ich dorthin zurückgekehrt, wo ich hingehöre: Musikalisch und privat", das sagt eine deutsche Musikerin, die manchmal ausschließlich aus Haaren zu bestehen scheint: Die Kurzzeit-Germanistik-Studentin Joy Denalane aus Berlin pflegt den Afro, den sie ihren südafrikanischen Vorfahren zu verdanken hat. Und neuerdings steht sie nicht nur beruflich, sondern auch wieder privat auf der Bühne mit ihrem Mann, Max Herre. Gemeinsam haben sie ein neues, deutschsprachiges Album erarbeitet, das wieder einmal so klingt, wie nichts Anderes aus Deutschland.

Soul at it’s best. Einige Sounds kommen von HipHop-Produzenten aus den USA, andere von einem deutschen Jazzpianisten und einem japanischen DJ: Eine ziemlich unberechenbare Mischung, gekrönt von der Stimme von Joy Maureen Denalane. Ihr zweiter Vorname gibt dem kommenden Album seinen Namen. Und das erste Stück daraus ist nicht nur musikalisch ein Kracher.

Im Text von "Niemand" ruft Joy erstens dazu auf, das Jammern einzustellen und Eigeninitiative zu zeigen, und zweitens plädiert sie für mehr Realitätssinn und Aufrichtigkeit. Liebe, Glaube und guter Wille werden für sie erst dann wahrhaftig, wenn Reden und Handeln übereinstimmen und Menschen ihre Visionen nicht mehr bis in Ewigkeit vertagen, sondern jetzt und hier für ihre Überzeugungen einstehen. "Niemand wird tun, was wir nicht tun", die Neue von Joy Maureen Denalane.

Autor: Daniel Hauser