29.04.2010 - 16:03

Mensch stadtklangfluss

Sie sind beide auf unserem CD-Sampler "Sternzeit-Hits" drauf und beweisen dort ihre großartigen Stimmen: Mischa Marin als Frontmann von Allee der Kosmonauten mit einer Neuauflage von "Herr, Deine Liebe ist wie Gras und Ufer", und Johannes Falk, Absolvent der Mannheimer Popakademie, mit einer heftig rockenden Adaption vom delirious?-Titel "Solid rock". Über domradio-sternzeit.de könnt Ihr die CD nach wie vor ordern, aber es gibt auch ganz Neues von den beiden.

Zusammen mit Manuel Steinhoff, Dozent an der besagten Popakademie, haben sie "stadtklangfluss" gegründet, ein Projekt, das die Musik mit christlichen Impulsen rausholen will aus dem Nachahmen weltlicher Popacts und stattdessen einen eigenen Sound etablieren will, der kritisch hinterfragt, was es eigentlich bedeutet, an Gott zu glauben. Sie sind technoid, urban, geheimnisvoll und verbinden ihre Texte des Öfteren mit biblischen Gedanken. Der Eröffnungs-Titel des Albums "Aufbruch" bezieht sich zum Beispiel auf einen Vers aus dem Buch des Propheten Micha. Da heißt es: "Es ist Dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der Herr von Dir fordert, nämlich Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor Deinem Gott". Johannes Falk ruft in dem Song dazu auf, mal einen Augenblick inne zu halten, den Alltag zu reflektieren und sich zu fragen, wer oder was einem eigentlich Orientierung und Halt gibt, auf welcher Grundlage man Entscheidungen trifft und handelt. Wieviel Platz bleibt an einem durchschnittlich hektischen Tag eigentlich noch für Gott übrig? Inwiefern hat das, was er gesagt hat überhaupt Relevanz für das eigene Tun? Und wenn seine Bedeutung abnimmt, wer oder was tritt dann an seine Stelle? "Mensch", der Eröffnungssong von "Aufbruch", dem ersten Album vom Trio "Stadtklangfluss". Autor: Daniel Hauser