04.11.2009 - 16:30

Jesus Freak Götz Widmann

Ein gutaussehender Collegetyp und eine blonde Cheerleaderin liegen zusammen auf einer Picknick-Decke. Sie sind die Protagonisten der amerikanischen MTV-Serie "Dismissed". "Junge sucht Mädchen" oder umgekehrt: Ein Single und zwei potenzielle Liebespartnerinnen, die sich in der Konkurrenzsituation beweisen müssen. Eine Situation, wie sie schon des Öfteren vorkam: Harmlose Gespräche, erste Annäherungsversuche, ein Kuss, und dann: "Sorry, aber den Rest will ich mir für die Ehe aufsparen", Schluck.

Die religiösen Überzeugungen haben manch eine dieser Shows ganz schön schnell zur Entscheidung gebracht. Genau diese Situation beschreibt der Liedermacher Götz Widmann auf seiner neuen CD "Hingabe". Er selbst ist zwar auch christlich erzogen worden, hat im Posaunenchor gespielt, doch heute ist von dieser Vergangenheit nicht mehr allzu viel übrig geblieben: Er genießt das Leben nahezu ohne Einschränkungen. Blöd nur, wenn dann die Frau seiner Träume vor ihm steht und er mit seinem Umschwärmen einfach nicht weiterkommt, weil sie in ihrem Glauben gefestigt ist und sich dem Leben deswegen nicht hemmungslos hingibt, sondern die ein oder andere Bedingung stellt und Tabus wahren will. Eine musikalische Erzählung zum Schmunzeln: Wie der Glaube verhinderte, dass zwei Menschen zueinander finden konnten: Jesus Freak von Götz Widmann und seinem neuen Album "Hingabe".Autor: Daniel Hauser