01.12.2010 - 19:15

Gang nach unten Nachtwind

Bei ihnen dominiert die Farbe Grün: Grün wie die Hoffnung und grün wie das Gras einer Sommerwiese. Die Band "Nachtwind" strahlt vor Zuversicht und Leichtigkeit. Die fünf Musiker lieben den Sommer und wollen ihn am besten in ihrer eigenen Musik festhalten. Vor drei Jahren haben sie ihr erstes Album eingespielt und damit in der Szene ein großes Echo hervorgerufen. "Die Mischung macht’s", hieß damals wohl das Motto.

Es gab noch gar keine richtige Band, eher wechselnde Projektmusiker, die sich um die beiden Stuttgarter Stefan Matuschek und Gitarrist Andreas Stöhr geschart hatten. Dadurch klang beinahe jeder Song musikalisch anders, und es blieb ihnen gar nichts Anderes übrig, als sich einen eigenen Namen für diese Art Musik auszudenken: "Worshrap" sollte es werden, also Anbetungsmusik mit Rapelementen. Diesen Ansatz haben Nachtwind weiter verfolgt und sind in den letzten drei Jahren zu einer echten Band gewachsen: Fünf Musiker, die sich am liebsten in einer Ecke sehen würden mit Leuten wie Clueso und Max Herre.

"Audiococktail" haben sie ihr neues Album genannt, und darauf ist der Song "Gang nach unten": Ein Fingerzeig auf die Essenz des Lebens, auf die man im Alltag immer seltener stößt, alleine deshalb weil sich ein Termin an den Anderen reiht und man oftmals gar keine Chance mehr hat, aus Zwängen auszubrechen und seine eigenen Prioritäten zu setzen … zumindest redet man sich das wahrscheinlich meistens ein. Nachtwind sagen "Stop", Kurswechsel für ein neues Bewusstsein und die Frage nach Werten. Vielleicht kann Musik ja ein Katalysator sein, das Leben mal wieder anders zu leben?! "Gang nach unten" vom Album Audiococktail der Stuttgarter Band Nachtwind.

Autor: Daniel Hauser