08.02.2009 - 12:33

Come to the water CompassionArt

Der Medienalltag gehorcht immer wieder ganz schön erbarmungslosen Regeln. Da bricht am einen Tag die größte Cholera-Epidemie in der Geschichte des Landes Zimbabwe aus. Berichte, Kommentare, Bilder und Interviews vermitteln größte Anteilnahme, aber einen Tag später stehen dann meist schon wieder ganz andere Ereignisse auf der Tagesordnung: Die Piusbrüder, Bahnchef Mehdorn oder mal wieder Neuigkeiten aus dem Weißen Haus. Das heißt natürlich nicht, dass sich in der Zwischenzeit das Choleraproblem in Zimbabwe in Luft aufgelöst hätte, aber Nachrichten dauern nun mal nur ein paar Minuten, und wenn man nicht jeden Tag dasselbe erzählen will, dann fällt halt immer wieder etwas von den alten Neuigkeiten unter den Tisch. Die Sendezeit der Sternzeit ist zwar auch regelmäßig auf 120 Minuten beschränkt, aber wir wollen doch mal versuchen, in den nächsten Wochen musikalisch bei einem ganz bestimmten und wichtigen Thema zu bleiben, das sich die größten Musiker der christlichen Musikszene jetzt auch auf die Fahne geschrieben haben.

Es geht um die Armut auf der Welt. Darüber wird immer wieder gesprochen, klar, und es gab auch schon Musikprojekte, die sich damit beschäftigt haben: "Nackt im Wind", "Band Aid", "USA for Africa" und auch die Musiker rund um Herbert Grönemeyer und die Aktion "Deine Stimme gegen Armut". Meist sind das leider nur kurze Strohfeuer, und das ist bei dem Projekt, das wir Euch heute vorstellen anders, denn da handelt es sich um Künstler, deren Lieder jeden Sonntag in Millionen christlicher Gemeinden gesungen werden. Und wie könnte Hilfe einfacher funktionieren: Man singt einfach, wie man es eh jeden Sonntag täte, und die Nutzungsgebühren für die Lieder fließen sofort zu 100% in den Spendentopf von CompassionArt, so heißt nämlich das Projekt. Mehr dazu im zweiten "Abgehört". Jetzt erst mal ein Song aus dem Album "Creating Freedom From Poverty" von "CompassionArt". Der Song wird gesungen von dem Gospel-Superstar Kirk Franklin, dem delirious?-Sänger Martin Smith, von Chris Tomlin und von dem Watoto children's choir. Hier ist "Come to the water". Der Text müsste leicht zu verstehen sein. CompassionArt.Autor: Daniel Hauser