04.05.2009 - 00:08

Alt-Jung-Wohnpartnerschaften Wohnen gegen Hilfe

Wenn Marco das Auto seines Mitbewohners leiht, muss er erst mal den Gehstock vom Beifahrersitz nehmen. Der Aachener Student wohnt mit einem 89-jährigen zusammen. Die WG ist für beide Männer eine Bereicherung: "Marco hilft mir in Haus und Garten", erzählt Herr Decker. "Neulich waren wir sogar zusammen wandern". Im Gegenzug erspart der Rentner Marco die Miete. Eine Stunde Hilfe leistet der 19-jährige stattdessen pro Quadratmeter. Diesen Deal hat sich das Wohnduo-Projekt überlegt, dass solche Alt-Jung-Wohnpartnerschaften vermittelt. Bei steigenden Mieten in den Studentenstädten und immer älter werdenden Alleinstehenden scheint das die perfekte Lösung zu sein. Aber was ist mit der berühmten Generationenkluft? Führt ein Altersunterschied von mehreren Jahrzehnten nicht auch zu Problemen im täglichen Zusammenleben? Marco sieht das locker. Wenn er laute Musik hören will, stellt Herr Decker einfach das Hörgerät ab…

Sternzeitreporterin Ana Radic hat Marco und Herrn Decker in ihrer etwas anderen WG besucht und mit ihnen über die Zukunft des einen und die Vergangenheit des anderen gesprochen. Wir fragen euch: Könntet ihr euch das Leben mit einem Rentner vorstellen oder ist sind für euch gleichaltrige Mitbewohner ein Muss? Wie viel habt ihr in eurem Alltag mit alten Menschen zu tun? Könnt ihr etwas mit der Sichtweise eurer Großeltern anfangen oder ist das für euch eine andere Welt. Und nicht zuletzt: Wie wollt ihr selbst einmal altern?