Deckengemälde des heiligen Bischofs Nikolaus aus Myra in Frankreich
Deckengemälde des heiligen Bischofs Nikolaus aus Myra in Frankreich
Schwester Katharina
Schwester Katharina

06.12.2018 - 12:19

Schwester Katharina über den Heiligen Nikolaus Wasserzeichen des Lebens

Viele Kinder freuen sich zu Nikolaus über Geschenke. Dass die Geschichte um den Heiligen viel mehr ist und es auch um den Einsatz für Arme und Kranke geht, erklärt Schwester Katharina in ihrem Impuls.

Wir haben in unseren Kinderheim-Gruppen am Vorabend Nikolaus gefeiert. Kleine Geschenke zu bekommen ist immer toll. Aber die Geschichte von Nikolaus erklärt noch mal gut, warum wir das bis heute so machen. Auch für die Kinder war das neu und spannend. Eine Begebenheit erzählt, dass es in Lykien, wo Nikolaus gelebt hat, eine Hungersnot gab. Ein Schiff mit Korn beladen, hatte im Hafen festgemacht und Nikolaus bat Hundert Scheffel Korn für die hungernde Stadt auszuladen. Die Matrosen lehnten das natürlich ab, weil sie strenge Herren in Konstantinopel hatten, die den Handel bemerken würden. Nikolaus aber sagte ihnen zu, dass ihnen nichts passieren würde. So wurde eine große Ladung Korn ausgeladen und reichte in der Stadt für zwei Jahre. In Konstantinopel fehlte nichts am Gewicht des Korns. Sich einsetzen für Hungernde, Arme, Kranke und Kinder ist zum Wasserzeichen des Lebens als Christen geworden.

Informationen zu Schwester Katharina

Geboren in der Heiligenstadt, Eichsfeld, in der damaligen DDR und auch dort, im "Sperrgebiet" an der innerdeutschen Grenze aufgewachsen, bezeichnet sich Schwester Katharina Hartleib selbst als "gelernte DDR-Bürgerin". Die ausgebildete Krankenschwester trat 1981 in den Orden der Franziskanerinnen von der ewigen Anbetung Olpe ein – auch genannt: Olper Franziskanerinnen. Besonders gefällt ihr im Orden die Verbindung von sozialem Engagement und der gelebten und aktiven Anbetung. Nach mehreren Stationen in Königswinter, Köln und Bonn folgte im Jahr 2009 der Umzug in den neuen Konvent „San Damiano“, mitten in der Stadt, wo es um ur-franziskanisches Engagement geht: mitten unter den Menschen, ihre Sorgen und Nöte teilen, Kapelle zur Anbetung offenhalten, Bibel teilen, Gästezimmer für Menschen die ein Rasthaus für Leib und Seele suchen, soziales Engagement im "Mutter-Kind-Haus" Aline und bei der Ökumenischen Initiative "Warenkorb". In ihrer knappen Freizeit ist sie Fan der Fußball-Nationalmannschaft und des 1. FC Köln, hinzu kommen Chorsingen, Kochen und Backen, per Facebook mit vielen Menschen in Kontakt sein und Bergwandern.

(DR)