08.10.2010 - 08:19

Nachrichtenarchiv 08.10.2010 08:19 Ausflugs- und Reisetipps NRW

<a href="http://www.hallenberg-tourismus.de" target="_blank">Die Ostertage stehen bevor</a><br><br> Mal laut, mal leise, mal ruhig, mal rasant - in NRW können Besucher im Osterurlaub ganz unterschiedliche Traditionen kennen lernen. Im Sauerland zum Beispiel wird richtig Rabbatz gemacht. Weil in der Karwoche alle Kirchenglocken schweigen, rufen die Männer im Fachwerkstädtchen Medebach-Hallenberg mit Rasseln und Klappern zum Kirchgang. Höhepunkt der Feierlichkeiten ist die "Krachnacht" zum Ostersonntag. Um Mitternacht erlischt die Straßenbeleuchtung und es beginnt das große Spektakel. Mit Gesängen, Lärm, Fackelträgern und Lampionbäumen zieht der Festumzug durch den Ort.

Auch in Attendorn zählen alte Bräuche. Am Karsamstag, werden Ostersemmeln gesegnet, die erste urkundliche Erwähnung dieser Tradition stammt aus dem Jahr 1658. Im Anschluss an die Segnung entsteht das Osterkreuz: 30 Meter hohe Fichten werden mit einem Querbalken versehen und mit Stroh verschnürt. Am Abend des Ostersonntags dann brennen die vier Osterkreuze auf den Bergen rings um die Stadt. In Prozessionen gehen die Teilnehmer hinab in die Innenstadt. Mehr Tradition und Stadtgeschichte vermittelt eine Führung am Karsamstag, die so zeitig endet, dass Teilnehmer im Anschluss beim Ostersemmelsegnen dabei sein können.

Um ganz andere Dimensionen geht es im Planetarium Münster, das als Teil des LWL-Museum für Naturkunde mit 9.000 künstlichen Sternen und der schärfsten digitalen Bildauflösung der Welt das Universum in greifbare Nähe rückt. Während des ganzen Osterwochenendes können Kinder mit dem Hasen Felix oder mit Lars, dem kleinen Eisbär, auf Reisen gehen. Erwachsene verfolgen die Erdgeschichte seit dem Urknall oder sind bei den Anfängen der Raumfahrt dabei

Meister Langohr höchstpersönlich ist Gegenstand einer Ausstellung im Spielzeugmuseum Max und Moritz in Rhede. Der Kinderbuchklassiker "Die Häschenschule" ist das Thema und wird in verschiedenen Szenen nachgestellt.
Rollende Feuerräder geraten im Teutoburger Wald in Fahrt: Einem heidnisch-germanischen Brauch zufolge rollen in Lügde am Ostersonntag die Osterräder zu Tal - brennende, knapp 300 Kilogramm schwere mit Stroh ummantelte Räder. Den Abschluss des Spektakels bildet ein Höhenfeuerwerk. Die Touristen Information Lügde bietet für das Osterwochenende eine Pauschale zum Schauspiel der brennenden Räder an. Zwei Übernachtungen mit Frühstück, einer Stadtführung, Eintritt zum Osterräderlauf, einer 3-Stunden-Karte für die Hufelandtherme in Bad Pyrmont, einem 3-Gang-Abendmenü und einem Ostermenü á la carte kosten ab 99 Euro pro Person im Doppelzimmer.
Am Karsamstag werden im Teutoburger Wald wieder tausende Laufschuhe für den traditionellen Paderborner Osterlauf geschnürt. Er gehört neben dem Hermannslauf zu den bekanntesten Läufen der Region und mit der diesjährigen 65. Auflage zu den ältesten Straßenläufen überhaupt. Mehr als 7.000 Läuferinnen und Läufer werden in Paderborn an den Start gehen, die je nach Alter und Kondition die Wahl zwischen verschiedenen Distanzen haben.Sportlich geht es auch am Niederrhein zu: Das Osterwochenende in der Skihalle Neuss bietet neben Osterbrunch, Hasengehege und Riesenosterei zum Bemalen das "Ski & Schmankerl"- Paket. Für 86 Euro genießen drei Personen, davon maximal zwei Erwachsene, Pistenspaß ab 15 Uhr mit anschließendem Abendessen.

Im Wildpark Gangelt gesellt sich der Osterhase zu Fischottern, Wildkatzen, Baummardern, Luchsen und Wölfen. Tausende von Ostereiern soll er in dem weitläufigen Gelände zwischen den verschiedensten Wildtieren und Greifvögeln verstecken.
In Aachen machen süße Tiere von sich Reden: Die kleinen goldenen Schokohasen mit der roten Schleife und dem Glöckchen um den Hals können im Lindt Werksverkauf erworben werden. Der große Ostermarkt ist täglich geöffnet.

Wem das noch nicht genug ist, der kann in einer der Bäckereien den Poschweck, auch Aachener Osterbrot genannt, probieren. Dieses süße Weißbrot wird bereits seit dem späten Mittelalter traditionell zur Osterzeit in Aachen gebacken. Das Naschwerk schmeckt nicht nur gut, wenn es mit Butter und Marmelade bestrichen ist - die Aachener selbst verzehren es gern mit Leberwurst. Wer nicht nur das Backwerk, sondern auch die Stadt kennen lernen möchte, kann zwischen verschiedenen Stadtführungen wählen. Der Aachen Tourist Service bietet Rundgänge zu festen Terminen für Einzelpersonen, aber auch für Gruppen an.