17.07.2016 - 20:00

Vor 275 Jahren starb Antonio Vivaldi Virtuose und Priester

Aus gesundheitlichen Gründen konnte er keine Messe lesen, dennoch komponierte er Meisterwerke und brillierte als Violinvirtuose. Antonio Vivaldi war eine schillernde Musikerpersönlichkeit.

Im Jahr 1741 am 28. Juli starb Vivaldi verarmt in Wien. Nur wenige Jahrzehnte zuvor war er einer der angesehensten Komponisten in Europa, Johann Sebastian Bach beschäftige sich intensiv mit der Musik des Venezianers und übernahm einige Eigenarten. Doch der sich wandelnde Musikgeschmack ab 1730 sorgte für den Absturz des einstigen Musik-Stars.

Dass Vivaldi überhaupt so eine steile Karriere als Violinvirtuose und Lehrer, als Opernkomponist und Verleger einschlagen konnte, lag vor allem an seiner schwachen Gesundheit. Denn Vivaldi war eigentlich Priester der römisch-katholischen Kirche und wurde vom täglichen Mese-Lesen nur wegen seiner schwachen Konstitution befreit.

Musikalisch war er von Hause aus eigentlich Geiger. Geboren 1678 in Venedig, erhielt er bei seinem Vater Giovanni Battista ersten Unterricht. Bald schon entwickelte er sich zu einem angesehenen Violinisten und leitete das Orchester in San Marco in Venedig. Trotz seiner überragenden musikalischen Begabung erhielt er noch eine theologische Ausbildung und wurde 1703 zum Priester geweiht. Aufgrund seiner roten Haare wurde er dann Il prete rosso genannt – der rote Priester – Und diesen Spitznamen behielt er auch dann noch, als er die Musik zu seiner Hauptbeschäftigung gemacht hatte. Einen großen Anteil an seinem Erfolg hatten die von ihm komponierten Solokonzerte, die mehrere hunderte Werke umfassen.

Moderation: Mathias Peter