20.01.2013 - 20:00

Schumann im Temporausch "So rasch wie möglich"

Robert Schumann verfiel beim Schreiben der Sonate Nr. 2 in g-moll Op 22 für Klavier fast in einen Temporausch, denn er überschrieb den ersten Satz mit „So rasch wie möglich“. Dann folgten aber die Anweisungen: "Schneller" und schließlich "Noch schneller" - obwohl doch schon der Beginn so schnell wie möglich gesppielt werden sollte. Doch nicht nur der erste Satz bedeutet für Pianisten eine große Herausforderung. Der letzte war als Presto passionato konzipiert und verlangte fast Unmögliches. Schumann damals noch zukünftige Ehefrau Clara konnte ihm nicht viel abgewinnen und wies den Satz als viel zu schwer ab - obwohl sie eine virtuose Konzertpianistin war, die große Erfolge feierte. Schließlich gab Schumann nach und überarbeitet den 4. Satz zu einem Rondo - flott genug ist der Schlusssatz damit immer noch genug.

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