Neue und alte Noten der Marienvesper
Neue und alte Noten der Marienvesper

01.05.2017 - 20:00

Monteverdis Marienvesper zum Auftakt des Marienmonats Revolutionäre Klänge für Maria

Monteverdi steht für den revolutionären Stil-Wechsel in der Musik. Davon zeugt auch seine epochale Marienvesper.

Der Name „Marienvesper“ hat sich als deutsche Bezeichnung für diese Komposition eingebürgert. Bis heute ist nicht klar, ob das Werk überhaupt einen Gesamtzusammenhang hat und nicht vielmehr eine Art lose Sammlung von Konzerten und Psalmen darstellt. Zumal Monteverdi in den musikalischen Stilen und dem Unfang der Besetzung sozusagen hin- und herspringt; mal gibt es expressive und virtuose Solo-Concerti, dann wieder entstehen wahre Klangkathedralen durch den Einsatz des Doppelchores, die an frühere Renaissance-Zeiten erinnern.

Im Mai jährt sich der 450. Geburtstag von Claudio Monteverdi – der Kapellmeister am Markusdom in Venedig prägte die Musik seiner Zeit wie kein anderer Komponist. Mit ihm begann endgültig die Barock-Epoche. Die Gattung des Madrigals führte er zur Vollendung, die noch junge Gattung der Oper brachte er zu einer ersten Blüte.

Moderation: Mathias Peter