03.07.2016 - 20:00

Die Sinfonie Nr. 1 von Johannes Brahms "Brahms der Fortschrittliche?"

Im Übergang vom 18. zum 19. Jahrhundert entwickelte sich die Klassische Musik rasant weiter. Während der junge Mozart noch unbekümmert seine Frühwerke schreiben konnte, arbeitete Johannes Brahms ganze 14 Jahre an seiner ersten Sinfonie.

Auf ihm lastete ein hoher Erwartungsdruck, wurde er doch schon zum Nachfolger Beethovens ausgerufen, bevor er sich auch nur ansatzweise als Sinfoniker etabliert hatte. In den 1770er Jahren schrieb Mozart zahllose Sinfonien, nannte sie mal Ouvertüre oder Serenade oder Sinfonia. Die Gattung der Sinfonie war sich noch am entwickeln; zu Brahms Zeiten war sie schon wieder umstritten, weil Musiker wie Liszt oder Wagner meinten, mit Mozart und Beethoven sei der Höhepunkt der Sinfonien unwiederbringlich erreicht – keine leichte Voraussetzungen für die Sinfonie Nr. 1 c-moll op. 68 von Johannes Brahms.

 

Weiteres Programm:

Geistliche Musik von Johann Sebastian Bach

Musik zum Fest Mariä Heimsuchung am 2. Juli von Antonio Rigatti

 

(Wiederholung vom 07.07.2013)

Moderation: Mathias Peter