14.10.2011 - 19:02

Beethovens Missa solemnis in "Musica" "Mein größtes Werk"

Eigentlich ist das Phänomen der großen Messvertonungen in der Musikgeschichte etwas Unerklärliches. Warum schufen Komponisten wie Bach, Mozart und der nicht gerade als Kampfkatholik verschriene Beethoven solche Meisterwerke, in die sie all ihr Können und all ihre Genialität steckten? Johann Sebastian Bach war noch nicht mal katholisch, dennoch schrieb er die großartige h-moll-Messe. Mozart hatte noch wenige Jahre vor der Entstehung seiner genialen wie ergreifenden c-moll-Messe im Dauerclinch mit seinem Bischof gelegen. Beethoven bezeichnet seine Missa solemnis sogar als sein "größtes Werk".

Sie ist nach Auskunft von Beethoven dafür bestimmt, "sowohl bei den Singenden als bei den Zuhörenden religiöse Gefühle zu erwecken und dauernd zu machen". Die Missa solemnis war Beethoven wohl ein Herzensanliegen, begann er doch 1818 mit dem Schreiben des Werkes, ohne dafür einen Auftraggeber zu haben.
Außerdem: Portrait über Markus Poschner, Bremer Generalmusikdirektor.