Gedenken zum Tag der Befreiung
Gedenken zum Tag der Befreiung
Schwester Katharina
Schwester Katharina

08.05.2019 - 06:00

Osterimpuls von Schwester Katharina "Wir kommen in bedrängten Tagen..."

Wie muss sich der Tag der Befreiung, dem Tag der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht und dem Endes des Zweiten Weltkrieges angefühlt haben? Ein Lied drückt die geistliche Situation dieser Zeit aus, weiß Schwester Katharina.

Unserer brasilianischen Mitschwester habe ich vom 8. Mai, dem Tag der Befreiung, 1945 erzählt. Ihre erste Frage dazu war: "Aha, ist das also jetzt in Deutschland ein Feiertag?", "Nein, das ist es nicht". Ich habe versucht, ihr zu erklären, dass es 40 Jahre gedauert hat, bis Bundespräsident Richard von Weizsäcker in seiner Rede im Bundestag 1985 ganz klar sagen konnte: "Und dennoch wurde von Tag zu Tag klarer, was es heute für uns alle gemeinsam zu sagen gilt: Der 8. Mai war ein Tag der Befreiung. Er hat uns alle befreit von dem menschenverachtenden System der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft." Dass solche Tage uns aber auch erinnern, dass wir schon über 70 Jahre Frieden haben und dass es nicht so selbstverständlich ist, zeigen uns die vielen Kriege weltweit. Es gibt ein Lied, das 1948 der Görlitzer Tischler und Bildhauer Georg Schröter geschrieben hat, in dem er die geistliche Situation, die Not der damaligen Nachkriegszeit ausdrückt. In diesem Lied heißt es:

"Maria, Mutter, Friedenshort!

Wir kommen in bedrängten Tagen

und bitten dich, ein Mutterwort

für uns bei deinem Sohn zu sagen.

Sei du um uns wie ein Gebet,

vor dem die Stürme knien müssen.

Wenn deine Bitte mit uns fleht,

kann sich dein Sohn uns nicht verschließen

Du weißt, was uns im Herzen bebt

an gläubigem und kühnem Wagen.

Wenn deine Hand die Schatten hebt,

wird uns ein Fest der Gnade tagen.

Dein Haus ist wie ein Lobgesang,

in dem die stummen Steine beten.

All unser Bitten wird zum Dank

und schweigt von seinen dunklen Nöten.

Dein Mantel ist ein goldnes Zelt,

gewebt von mütterlicher Liebe.

Breit ihn als Heimat um die Welt,

dass keiner ohne Mutter bliebe.

Dein Kind ist unser Himmelreich,

das Licht von tausend klaren Sonnen

kommt doch nicht seinem Glanz gleich,

sein Herz verschenkt uns alle Wonnen.

Gib, dass wir unser Pilgersein

in deines Kindes Licht vollenden.

Hüll uns in deinen Mantel ein

und führe uns an deinen Händen.

Maria, Mutter, Königin,

im Jubel der erlösten Chöre

gibt unser Herz als Lied sich hin:

dir, Mutter, und dem Sohn zur Ehre."

(DR)

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