Freitag, der 13.
Freitag, der 13.

13.12.2019 - 06:30

Morgenimpuls von Schwester Katharina Die Angst vor dem Unglück

Freitag, der 13. gilt im Volksglauben als ein Tag, an dem besonders viele Unglücke passieren können. Am besten man bleibt im Bett und wartet, bis der Tag vorüber ist, meint Schwester Katharina – natürlich nicht ernst. Denn für sie bringt vor allem die Angst davor Unglück.

Heute ist Freitag der 13. Ja, Sie wissen schon, jetzt geht wieder die Angst um. Freitag, der 13., ist ein Unglückstag, sagen viele. Da passiert viel. Da geht alles schief. Da muss man vorsichtig sein. Am besten im Bett bleiben und warten, bis der Tag vorbei ist. Woher kommt eigentlich unsere Angst vor diesem Tag? Ich hab mal ein bisschen nachgeschaut und viele mehr oder weniger witzige Begründungen gefunden.

Die Primzahl 13, nur durch eins und sich selber teilbar, gilt bei Christen als Unglückszahl. Sie überschreitet das Dutzend, ist ungerade und sorgt für Unheil. Beim letzten Abendmahl saßen Jesus und seine zwölf Jünger, also 13 Personen, zusammen und einer, Judas Iskariot, verriet ihn später. Im Märchen verflucht die dreizehnte Fee bei Dornröschen das Königskind. Bei Jim Knopf marodieren Piraten unter dem Namen "Wilde 13" und im Tarot ist die 13 die Karte der Tod zugeordnet. Der Teufel hat neben Beelzebub und Satan auch den Namen "Der Dreizehnte".

Treffen nun Unglückstag und Unglückszahl zusammen, braut sich, für Abergläubische Übles zusammen. Aber ich bin ja nicht abergläubisch, sondern gläubig und Sie wahrscheinlich auch. Ich halte es da lieber mit diesem schönen und witzigen Lied von Reinhard May "Ankomme Freitag, den 13., um 14 Uhr Christine", wo er in seiner Aufregung alles durcheinanderbringt. Und allein der Gedanke, dass es ja Freitag, der 13. ist, schon ganz nebenbei alles schiefgehen lässt. Erst auf der Polizeiwache fällt sein Blick auf den Kalender: Es ist erst der zwölfte und Donnerstag. Also ruhig Blut heute. Nicht ein Datum, nicht ein Tag bringt besonderes Unglück, sondern nur die Angst vor dem Unglück.

(DR)