12.01.2021 - 06:00

Morgenimpuls mit Schwester Katharina Trotz Pandemie: Aufstehen und das tun, was dran ist!

Tag zwei im erweiterten Lockdown. Wir Menschen gehen unseren Pflichten nach. Schwester Katharina meint, wir uns der Pandemie stellen. Für uns Christen sollte das kein Problem sein, denn wir können darauf vertrauen, dass Gottes Heil uns zugesagt ist.

Am Wochenende waren wir Rodeln. An den Hängen rund um unser Mutterhaus geht das wunderbar. Erst ein bisschen sanfte Anfahrt, dann immer schneller, eine Erhebung und steil nach unten. Rasante Abfahrt und gut lenken, um nicht gegen einen Weidepfosten zu knallen. Und dann lachend in der nächsten Erhöhung zum Stehen zu kommen.

Seit meiner Kinderzeit in Thüringen bin ich nicht mehr so begeistert Schlitten gefahren und habe es unglaublich genossen. Unsere Mitschwestern aus dem Rheinland und dem Ruhrgebiet kannten immer nur ganz wenig Schnee und kaum Erhebungen, um dieses selige Gefühl mal zu erleben und sind jetzt natürlich ganz begeistert. Und erst noch unsere Schwester aus Brasilien. Es kann gar nicht schnell genug gehen und sogar vom Schlitten fallen und den Hang hinab rollen und Schleier und Schal verlieren ist immer nur noch mehr Grund für himmlisches Vergnügen und viel Gaudi. Und jetzt? Jetzt sind wir den zweiten Tag im erweiterten Lockdown. Und die Stadt ist am frühen Morgen noch ganz still. Viele Menschen sind ja trotzdem aufgestanden, haben sich vorbereitet, um zur Arbeit zu gehen, ihren normalen Pflichten und Diensten nachzugehen und zu schauen: Wie können wir mit unserer Familie, mit den Kindern, mit den älteren Eltern gut durch diese Zeit kommen, ohne an Leib und Seele Schaden zu nehmen?

In der heutigen Lesung aus dem Römerbrief heißt es ganz konkret: 'Die Stunde ist gekommen, sich vom Schlaf zu erheben. Denn jetzt ist das Heil uns näher als zu der Zeit, da wir gläubig wurden.' Vielleicht könnte das für uns heute heißen. Die Pandemie ist die Realität, der wir uns stellen müssen. Aber das Leben als Christen heißt immer und zu jeder Zeit aufstehen und das tun, was dran ist, aus unserem Glauben heraus das Notwendende machen und darauf vertrauen, dass Gottes Heil uns zugesagt ist. Heute mehr denn je. Weil sein Heil uns heute näher ist als zu der Zeit, da wir angefangen haben, auf Gott zu vertrauen.

(DR)