Ist der Pastor Opfer eines Verbrechens geworden?
Symbolbild Kreuz

14.09.2020 - 06:00

Morgenimpuls von Schwester Katharina Vom Todeszeichen zum Lebenszeichen

Bei vielen Menschen hängt ein Kreuz in der Wohnung. Doch ist es vielleicht nur Deko oder Verzierung? Für Schwester Katharina ist es eine Erinnerung an Jesus Christus und daran,  wie er die Wege zum Leben öffnet.

Nach der Legende zufolge am 13. September 326 erfolgten Kreuzfindung durch Kaiserin Helena wurde neun Jahre später, am 13. September 335, die im Auftrag von Kaiser Konstantin aufgebaute Auferstehungskirche, heute Grabeskirche genannt, in Jerusalem geweiht. Am folgenden Tag, dem 14. September, wurde dem Volk zum ersten Mal durch Bischof Makarios in der neuen Kirche das Kreuzesholz gezeigt, also das Kreuz erhöht und zur Verehrung dargereicht.

Drei Jahrhunderte später hat Rom dann dieses Fest der Kreuzerhöhung für den liturgischen Kalender übernommen. Im Eröffnungsfest zur heiligen Messe wird der Brief an die Galater zitiert. Wir rühmen uns des Kreuzes unseres Herrn Jesus Christus. In ihm ist uns Heil geworden und Auferstehung und Leben. Durch ihn sind wir erlöst und befreit.

Texte und Lesungen des Tages schlagen den Bogen vom Baum der Erkenntnis im Paradies über die am Stab des Moses aufgerichtete Schlange, die den Israeliten Rettung aus dem Tod gebracht hat und ihnen zum Zeichen des Lebens wurde. Bis zum Kreuz, das Gott vom Zeichen der Erniedrigung zum Symbol der Erhöhung Jesu Christi gemacht hat. Aus dem Todeszeichen wurde so ein Lebenszeichen.

In der Prävention dieses Tages beten wir: Du hast das Heil der Welt auf das Holz des Kreuzes gegründet. Vom Baum des Paradieses kam der Tod, vom Baum des Kreuzes erstand das Leben.

Viele von uns haben wahrscheinlich ein Kreuz im Zimmer oder in der Wohnung. Ist das eigentlich Deko oder Verzierung? War es vielleicht ein Geschenk zum Einzug ins Haus? Oder haben Sie sich ein Kreuz ausgesucht und ganz bewusst aufgehängt?

Ich habe in meinem Zimmer das Kreuz so aufgehängt, dass ich es beim Aufwachen als Erstes sehe. Und es erinnert mich egal, was der Tag bringt, was an Leichtem oder Schwierigem kommt und mich beschäftigen wird: Der für uns gekreuzigte und auferstandene Christus hat mich von allem erlöst, was mich nur an mich fesselt oder mich festhalten will. Er hat mir Wege zum Leben geöffnet. Zu mir selbst, zu meinen Mitmenschen und zu ihm, zu Gott.

(DR)