11.09.2020 - 06:00

Morgenimpuls von Schwester Katharina Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!

An diesem Freitag jährt sich der Terroranschlag vom 11. September 2001. Schwester Katharina regt an, darüber nachzudenken, was im Namen Gottes getan wird. Das wichtigste Gebot, dass dabei nie vergessen werden darf: "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst."

9/11 ist zu einem Synonym geworden. 9/11 meint den 11. September 2001. An diesem Tag sind in den USA vier Flugzeuge entführt worden, um damit einen beispiellosen Terrorakt zu vollziehen. Die Nutzung von Passagierflugzeugen als menschengesteuerte Angriffsmaschinen, um so viele Menschen wie möglich zu töten und quasi den USA den Krieg zu erklären. Und das in der unglaublich verqueren Logik von Osama Bin Laden und al-Qaida im Namen Gottes.

Im Namen Gottes töten? Das widerspricht doch unserem Empfinden von gläubigen Christen, die an einen liebenden und lebensspendenden Gott glauben. Ja, ich weiß, auch Christen haben im Laufe der zwei Jahrtausende im Namen Gottes getötet, und wir sind bis heute beschämt darüber.

Aus der Kraft Christi wirken

In unserer heutigen Lesung steht genau das Gegenteil von machtvoller Demonstration, von Überlegenheit und kriegerischer Kraft. Da steht im zweiten Korintherbrief: "Ich will mich meiner Schwachheit rühmen, damit die Kraft Christi auf mich herabkommt. Deswegen bejahe ich meine Ohnmacht, alle Misshandlungen und Nöte, Verfolgungen und Ängste, die ich für Christus ertrage. Denn wenn ich schwach bin, dann bin ich stark."

Der Briefschreiber macht deutlich: "Nicht meine eigene Kraft soll mich leiten, sondern die Kraft, die von Gott kommt und von Jesus Christus und noch mehr." Er sagt sogar Ja zur aller Ohnmacht und allen Nöten und Verfolgungen, die er für Christus erträgt, weil dann die Kraft Christi in ihm wirken kann.

Wer aber aus der Kraft Christi wirken will, wird tun, was Christus auch getan hat: Den Armen beistehen, die Kranken pflegen, Kinder segnen, Trauernde trösten, vieles mehr und allen Menschen das Reich Gottes verkünden. Dieser 11.09. kann uns helfen, darüber nachzudenken, was ich, was jede und jeder von uns im Namen Gottes tut. Und das wichtigste Gebot dabei keinesfalls zu vergessen: "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst."

(DR)