Corona-Folgen in den Ländern des Südens: Hunger.
Symbolbild Hunger

16.10.2020 - 06:00

Morgenimpuls von Schwester Katharina Verstärken wir unsere Mühen gegen den Hunger!

Am Welternährungstag erinnert Schwester Katharina an die Millionen Menschen weltweit, die nicht genug zu essen haben. Daher mahnt sie: "Verstärken wir unsere Mühen gegen den Hunger!"

Heute ist der Welternährungstag. Er wurde 1979 eingeführt, seither ist er jedes Jahr in verschiedenen Ländern. Neben offiziellen Kongressen, die sich mit dem Thema Welthunger und Ernährungssicherung auseinandersetzen, nutzen oft auch Nichtregierungsorganisationen den Tag, um auf das weltweite Hungerproblem aufmerksam zu machen. Das Datum wurde ausgewählt, weil am 16. Oktober 1945 die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation mit der Aufgabe, die weltweite Ernährung sicherzustellen, als Sonderorganisation der UNO gegründet worden ist.

In den heutigen Laudes wird der Psalm 146 gebetet. Darin heißt es unter anderem: Recht verschafft Gott den Unterdrückten, den Hungernden gibt er Brot. Aber zurzeit gibt es weltweiten Schätzungen zufolge über 800 Millionen Hungernde. Warum? Weil wir es nicht schaffen, die weltweit in Hülle und Fülle vorhandenen Gaben Gottes gerecht zu verteilen, weil wir auf Kosten der armen Länder leben. Weil wir von unserem Überfluss, den wir haben, ein bisschen spenden und Hilfswerke unterstützen, weil wir Waffen liefern, die in Kriegen eingesetzt werden, die wieder Leid und Vertreibung, Flucht und Hunger auslösen.

Ja, wir wissen, die Welt ist komplex und schon heute gibt es kaum ein Problem, das noch national gelöst werden kann, weil alles mit allem zusammenhängt. Aber es entbindet uns nicht davon, um das tägliche Brot für alle Gott zu bitten, unseren Anteil am Dienst der Gerechtigkeit zu tun und uns einzusetzen, wo sich Menschen darum kümmern, jedem, der hungert, sein tägliches Brot, seine Schüssel Reis zukommen zu lassen. Die derzeitige Pandemie verstärkt das Hungerproblem. Verstärken wir unsere Mühen gegen den Hunger.

(DR)