Eine Frau bekommt die Corona-Schutzimpfung
Eine Frau bekommt die Corona-Schutzimpfung

26.03.2021 - 06:00

Morgenimpuls von Schwester Katharina Bei aller Kritik die Wertschätzung nicht vergessen!

Schwester Katharina lobt in ihrem heutigen Impuls den reibungslosen Ablauf in einem Impfzentrum und macht so auf das dritte Werk der Barmherzigkeit für Thüringen "Ich rede gut über dich" aufmerksam. Sie erkennt, dass wir in der Gesellschaft gerade nicht gut reden und legt uns ans Herz, dies zu ändern.

Gestern hab ich eine Mitschwester zur Impfung in einen Impfzentrum begleitet. Und ich gebe gerne zu, ich war sehr beeindruckt, wie das Ganze abgelaufen ist. Schon an der Bundesstraße gab es Wegweiser. Der zusätzlich angelegte Parkplatz war gut zu erreichen. Der Ablauf vom Betreten der Halle war von da an einfach beeindruckend. Von Station zu Station wurden wir von freundlichen und engagierten Mitarbeitern geleitet. Ich als Begleiterin bekam eine eigene Armmarkierung und nirgends war Hektik oder Stau oder gar Stillstand. Meine Mitschwester hat gesagt, dass sie noch nie für irgendetwas so gut informiert und aufgeklärt worden ist. Und selbst im Wartebereich nach der Impfung war es fröhlich, freundlich und sehr zugewandt. An einigen Stellen im Ablauf habe ich mich bedankt, dass alles so wunderbar läuft und man merkte den Mitarbeitenden an, dass sie sehr zufrieden mit der ganzen Organisation und mit ihren Arbeitsbedingungen waren.

Das dritte Werk der Barmherzigkeit für Thüringen, indem ich gerade voller Begeisterung drin war, ist quasi das Wort: Einem Menschen sagen, ich rede gut über dich. Jeder hat das schon selber erfahren. In einem Gespräch, einer Sitzung, einer Besprechung. Da gibt es Leute, die zunächst einmal das Gute und Positive am anderen, an einem Sachverhalt, an eine Herausforderung sehen und dann aber sehr schnell und oft sehr viel mehr das Negative. Gut über den anderen reden, über das, was geleistet worden ist, über die, die an vorderster Front stehen und wie hier z.B. so ein Impfzentrum in kürzester Zeit aufbauen und rangieren. Gut über andere reden ist etwas, was uns in Kirche und Gesellschaft im Moment ein bisschen abhandengekommen ist. Ja, man muss den Finger auf Wunden legen, Kritik üben und Widerstand anmelden. Was heute freilich oft fehlt, ist trotzdem die Hochschätzung des anderen. Ein grundsätzliches Wohlwollen für ihn und Sie und die Anliegen und die Achtung seiner Person. Ich hab das jetzt mal sehr gern geübt und lege es Ihnen auch ans Herz. Es tut dem eigenen Herzen eben auch gut. Gut über andere zu reden.

(DR)