18.05.2012 - 14:08

Vorsitzende der "Deutsch-Ägyptischen Gesellschaft Köln e.V." Laila Greiss

Nach dem Enthusiasmus zu Beginn der Revolution ist jetzt Ernüchterung in ganz Ägypten eingetreten. Das berichten viele - und auch Laila Greiss hat das während ihrer letzten Reise nach Kairo beobachtet. Die Sorgen und Nöte ihrer Familie, Freunde und Bekannten in Ägypten haben sich nicht verändert. Aber allen Wirren zum Trotz läuft ein wichtiges Projekt der "<a href="http://www.daeg-koeln.de/" target="_blank">Deutsch Ägyptischen Gesellschaft</a>" (DAEG) Köln weiter - nämlich die Unterstützung für Auszubildende an der Berufsfachschule Dar el Salam in Kairo. Darüber freut sich Laila Greiss als Vorsitzende der DAEG besonders, denn am Nil gibt es viel zu wenige Fachkräfte.

Die gebürtige Ägypterin Laila Greiss lebt seit mehr als 30 Jahren in Köln, sie ist mit einem Deutschen verheiratet und fühlt sich wohl in der Multikulti-Metropole am Rhein. Sie versteht sich als Brückenbauerin zwischen zwei Ländern und zwei Mentalitäten. Regelmäßig reist sie in ihr Geburtsland, seit langem schon engagiert sie sich in der "Deutsch Ägyptischen Gesellschaft Köln" für ein Miteinander der Kulturen. In diesen Wochen blickt sie wie viele andere Exil-Ägypter voll Sorge auf die aktuellen Entwicklungen in Nordafrika und hofft, dass die Präsidentschaftswahlen friedlich und frei über die Bühne gehen werden.