10.04.2009 - 12:41

Pfadfinderin Ute Theisen

Ihre Freundin hat sie zu den Pfadfindern mitgenommen. Sieben Jahre alt war Ute Theisen damals und überstand ihr erste Krise: "Mir wurde klar, dass ich selbst als eines von zwei Mädchen und zig Jungs in der Meute sagen musste, was ich will, um mich wohl zu fühlen." Heute ist Ute Theisen 34 Jahre alt und die Bundesvorsitzende der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG). "Als Jugendliche hätte ich nie gedacht, so etwas mal beruflich zu machen", erzählt sie. Aber damals faszinierte sie, was sie als Pfadfinderin alles mitgestalten konnte: "Ein Projekt für Ruanda hat mich zum Beispiel in den Bann gezogen. Wir haben Putzaktionen gemacht und einen Gottesdienst vorbereitet, um möglichst viele Spendengelder zu sammeln." Gottesdienste vorbereiten und feiern durften die Pfadfinder auch regelmäßig in den Ferienlagern. "Das gehörte einfach dazu. Wir haben uns immer aktiv mit unserem Glauben auseinandergesetzt", erinnert sich Ute Theisen.

Als junge Frau wollte sie ins Kloster eintreten. Aber es kam anders. Heute vertritt sie die Interessen von fast 100.000 Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen im größten deutschen Pfadfinderverband, der auch Mitglied im Bund der deutschen katholischen Jugend (BDKJ) ist. „Bei den Pfadfindern erlebe ich immer wieder tragfähige Gemeinschaften auf den Spuren Jesu", betont Ute Theisen und erzählt heute in der Sendung „Menschen", wie Glauben bei den Pfadfindern gelebt wird und wie sich ihre eigene Spiritualität durch ihre enge Verbundenheit mit den „Pfadis" entwickelt hat.