28.01.2012 - 13:17

Obdachlosenseelsorgerin im Erzbistum Köln Schwester Franziska Passeck OSF

Als sie neun Jahre alt war, hat Schwester Franziska ein Buch über die heilige Bernadette Soubirou gelesen. "So will ich auch sein", dachte sie. Und weil es dem Mädchen von damals eher unwahrscheinlich schien, selbst Marienerscheinungen zu haben, beschloss sie, wenigstens Ordensfrau zu werden. Das hat sie auch geschafft, allen Widerständen zum Trotz. Als Katholikin in der DDR wurde sie kein Mitglied bei den Jungen Pionieren und musste in der Folge auf ein Studium verzichten.

Stattdessen lernte sie Kinderkrankenschwester, lernte erst die Franziskaner und dann die Franziskanerinnen kennen und beschloss, diesem Orden beizutreten. Ein Schritt, den sie nie bereut hat, sagt Schwester Franziska heute.

Sie hat noch in der DDR Kinder und Alte betreut, dann die Wende miterlebt und schließlich einen sozialen Dienst aufgebaut. Im Jahr 2004 kam sie zu SOLWODI nach Duisburg und arbeitete mit Frauen, die Opfer von Menschenhandel und Zwangsprostitution geworden waren. Seit 2006 ist sie Obdachlosenseelsorgerin im Erzbistum Köln und führt zusammen mit ihrem Kollegen Bruder Markus eine Anlaufstelle für Wohnungslose namens "Gubbio". Von alle dem erzählt sie bei domradio- "Menschen".