Jan von Holleben
Jan von Holleben

01.09.2015 - 10:00

Arbeit muss Spiel sein Jan von Holleben

Kierkegaard hat es wunderbar auf den Punkt gebracht: "Verstehen kann man das Leben nur rückwärts. Leben muss man es vorwärts."

So gesehen, also rückwärts gesehen, verbinden die einzigartigen Werke des Fotografen Jan von Holleben, in denen Menschen und sehr, sehr viele Kinder durch das Bild fliegen, laufen, schwimmen, springen – und dabei doch immer auf dem Boden liegen – alles, was Jan von Holleben je vorwärts in seinem Leben gelebt hat.

In seine Bilder fließen die Studien Jan von Hollebens als Sonderpädagoge genauso ein, wie seine Studien in historischer und theoretischer Fotographie. Die Bilder gäbe es nicht ohne seine Jahre in London, als Agent von Fotografen, für alle Arten von Fotografie. Als Bildredakteur und Fotoreporter. Als Kurator, als Designer, als Unternehmer. All diese Erfahrungen einerseits und andererseits das Festhalten an seinen Überzeugungen und seinen Vorstellungen, haben in den letzten Jahren zu diesen wirklich einzigartigen Fotos geführt.

Die heute in den Straßen groß plakatiert werden. Z.B. in den Kampagnen von großen Reiseclubs. Oder auf der Titelseite von großen Zeitungen und Zeitschriften. Oder in zahlreichen Kinder und Jugendbüchern. Für die ganz kleinen, wie in  Konrad Wimmel, dem ersten Wimmelbuch, das aus Fotografien besteht. Und für die fast schon Großen, wie in dem Pubertätsbuch: "Bekommt das jeder?"

Diese Bilder können so nur entstehen, weil für Jan von Holleben bei seiner Arbeit die Philosophie des Spielens unverzichtbar ist. Ebenso wie die Gleichwertigkeit aller Parteien vor und hinter der Kamera? Davon und von all den anderen Stationen erzählen wir in dieser Sendung Menschen.

(Erstsendedatum: 20. Januar 2015)