24.09.2008 - 16:13

Emeritierter Weihbischof im Bistum Essen domradio - Menschen: Weihbischof Franz Grave

Bergsteigen, Ski-Langlauf und Fußball sind seine Hobbys. Für deren Pflege bleibt aber wenig Zeit. Das hat sich auch nicht geändert, seit Papst Benedikt vor einigen Monaten den altersbedingten Rücktritt von Weihbischof Franz Grave angenommen hat. Immer noch hat der Mittsiebziger alle Hände voll zu tun. Auch im Bistum Essen ist sein Rat natürlich weiterhin gefragt.

Er ist ein "Kind des Ruhrgebiets", kennt die Probleme der Region sehr genau. Seine Ernennung zum Weihbischof 1988 wurde deshalb vom damaligen Essener Bischof Franz Hengsbach als "eine besonders gute Wahl" bezeichnet. Mit Franz Grave war nicht nur erstmals ein gebürtiger Essener, sondern zugleich ein engagierter Streiter für die katholische Soziallehre ins Bischofsamt berufen worden. Familienpastoral und die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit sind ihm wichtige Anliegen. Nach dem Tod von Kardinal Hengsbach, wählte ihn die Deutsche Bischofskonferenz zum Vorsitzenden der Bischöflichen Aktion Adveniat, dem Hilfswerk der katholischen Kirche für Lateinamerika. Seitdem hatte er die Sorgen und Probleme der ärmsten Länder der Welt besonders intensiv im Blick. Wie ihn die Arbeit für Adveniat geprägt und was er auf seinen Reisen erlebt hat, wollen wir ihn heute unter anderem fragen. Auch von vielen anderen wichtigen Stationen seines Lebens wird der emeritierte Weihbischof berichten.