Einzugs Jesu Christi in Jerusalem
Einzugs Jesu Christi in Jerusalem
Msgr. Gerhard Dane
Msgr. Gerhard Dane

24.03.2013 - 06:00

Fastenimpuls mit Pfarrer Gerhard Dane Palmsonntag, 23. März 2013

In den gut sechs Wochen der Fastenzeit betet Pfarrer Msgr. Gerhard Dane mit Ihnen an jedem Morgen um 6 Uhr die tägliche Laudes. Die Fastenimpulse können auch hier online gelesen und angehört werden.

 

Heiliges Evangelium nach Lukas 19, 28-40

In jener Zeit ging Jesus nach Jerusalem hinauf. Als er in die Nähe von Betfage und Betanien kam, an den Berg, der Ölberg heißt, schickte er zwei seiner Jünger voraus und sagte: Geht in das Dorf, das vor uns liegt. Wenn ihr hineinkommt, werdet ihr dort einen jungen Esel angebunden finden, auf dem noch nie ein Mensch gesessen hat. Bindet ihn los, und bringt ihn her! Und wenn euch jemand fragt: Warum bindet ihr ihn los?, dann antwortet: Der Herr braucht ihn. Die beiden machten sich auf den Weg und fanden alles so, wie er es ihnen gesagt hatte. Als sie den jungen Esel losbanden, sagten die Leute, denen er gehörte: Warum bindet ihr den Esel los? Sie antworteten: Der Herr braucht ihn. Dann führten sie ihn zu Jesus, legten ihre Kleider auf das Tier und halfen Jesus hinauf. Während er dahinritt, breiteten die Jünger ihre Kleider auf der Straße aus. Als er an die Stelle kam, wo der Weg vom Ölberg hinabführt, begannen alle Jünger freudig und mit lauter Stimme Gott zu loben wegen all der Wundertaten, die sie erlebt hatten. Sie riefen: Gesegnet sei der König, der kommt im Namen des Herrn. Im Himmel Friede und Herrlichkeit in der Höhe! Da riefen ihm einige Pharisäer aus der Menge zu: Meister, bring deine Jünger zum Schweigen! Er erwiderte: Ich sage euch: Wenn sie schweigen, werden die Steine schreien.

Auslegung von Pfarrer Gerhard Dane:

Einzug! Liebe Mitchristen, der Einzug des neuen Papstes, die Amtseinführung auf dem Petersplatz kann für uns zu einem Bild werden. Einem bewegenden Bild, das er, Jesus, weiterhin im Kommen ist. Jerusalem, das haben die Christen schon immer so verstanden, ist die Welt. Die Welt in ihrer Endgestalt. Jerusalem, das ist mehr als dieser Ort an dem sich diesen Sonntag wieder unter mehrheitlich anders Gläubigen die Prozession der Christen bewegt. Die Stadt, die durch eine schreckliche Mauer von Bethlehem getrennt ist. Eine Mauer die gerade da am Ölberg vorbei läuft, wo das Eselsfohlen ausgeliehen wurde, bei Bethphage. Die Einführung des neuen Papstes könnte ein Friedenszeichen sein für die Menschen die noch getrennt und durch Mauern gegeneinander aufgebracht sind. Der neue Papst ist ein Mensch wie wir. Seine Hauptaufgabe, wenn nicht seine einzige, ist an Christus leibhaftig zu erinnern. So begrenzt und menschlich er auch ist, was er auch für Fehler machen wird, der Mann in der weißen Soutane hat bestimmt innerlich auch Flecken auf seiner Seele, wie du und ich und trotzdem, die Kardinäle haben ihn gewählt damit wir ein lebendiges Symbol der Nähe unseres Meisters haben. An uns liegt es jetzt Jesus zu wählen. Wir glauben nicht an den Papst, wir glauben an den, an den er erinnert. Jesus bei uns einziehen lassen, Jesus bei uns einführen in das Amt, das er längst schon immer hat aber in unseren Herzen noch nur sehr unvollkommen. Jesus einziehen lassen in unsere Herzen, einem sehr wichtigen Stück dieser Welt. Nicht immer sagen die andern: müssten mal...., und wenn die doch endlich... Geben wir Jesus bei uns Raum, begrüßen wir ihn begeistert wie die in Jerusalem von denen wir eben hörten im Evangelium und lassen wir uns von keinem den Mund verbieten sondern antworten mit Jesus: wenn wir schwiegen würden die Steine schreien. Wer hat je die Welt so verändert wie er. Natürlich, es ist noch nicht genug deshalb feiern wir Palmsonntag, damit er bei uns liebevoll die Macht ergreifen und die Regierung übernehmen kann. Zuerst in unseren Herzen und von da aus in der Wirklichkeit dieser Welt.