die Pfingstrose öffnet sich
die Pfingstrose öffnet sich

14.05.2016 - 09:50

Paeonia, die Pfingstrose Sie müssen verzaubert sein

Beständig ist sie und umpflanzen soll man sie nie. Die Benediktiner brachten sie einst über die Alpen mit, seit dem gehört die „Rose ohne Dornen“ in jeden Garten. Dort überdauert sie ganze Generationen von Gärtnern.

 

Sie ist die „Rose ohne Dornen“, galt früher als Symbol für Reichtum und Schönheit. Die Pfingstrose, auch als Päonia bekannt, öffnet jetzt wieder ihre üppigen weißen, rosa oder roten Blüten, denen ein zarter Duft entströmt. Sie gehört zu den ältesten Kulturpflanzen und langlebigsten Stauden. Es gibt über 100 verschiedene Sorten Stauden-Pfingstrosen. Sie alle bestechen durch riesige Blüten, die auf den ersten Blick aussehen, als wären sie aus Seidenpapier.

Reiche Blüte wenn ungestört

Die klassischen Staudenpfingstrosen und Wildarten, wie die Bauernpfingstrosen mögen einen normalen, nährstoffreichen und lehmigen Gartenboden. Sie bevorzugen einen vollsonnigen, luftigen Platz, sind aber auch mit einem Standort mit Nachmittagssonne zufrieden. Je länger sie ungestört an einem Ort stehen dürfen, desto reicher und schöner blühen sie. Gepflanzt werden sie ab Herbst, Man kann aber das ganze Jahr über auf eine reiche Sortenvielfalt im Topf zurückgreifen.  Empfehlenswert ist es, die Pflanzen im Frühjahr vor dem Austrieb sowie nach der Blüte im Sommer mit organischem Dünger zu versorgen, damit die Pflanzen ihre Blühwilligkeit behalten. Der Blühfähigkeit der Pflanze dient es auch, wenn Verblühtes abgeschnitten wird, da die Samenbildung die Pflanze viel Kraft kostet.

Bei richtiger Pflege blüht sie jetzt zu Pfingsten und zeigt sich in ihrer ganzen Schönheit. Für etwa acht bis neun Wochen darf sich der Gartenfreund in der Regel über die Blütenpracht freuen.
Der Dichter Ferdinand von Saar hat der Pfingstrose ein Gedicht gewidmet:

Verhaucht sein stärkstes Düften
Hat rings der bunte Flor,
Und leiser in den Lüften
Erschallt der Vögel Chor.
Des Frühlings reichstes Prangen
Fast ist es schon verblüht –
Die zeitig aufgegangen,
Die Rosen sind verblüht.
Doch leuchtend will entfalten
Von hehren Pfingstgewalten
Gleich einer späten Liebe,
Die lang in sich geruht,
Bricht sie mit mächtgem Triebe
Jetzt aus in Purpurglut.