28.06.2012 - 11:14

Prof. Dr. Johanna Rahner "Ökumene retten!"

Ökumene kommt heutzutage aus der Mode, weil es in einer pluralistisch denkenden Gesellschaft gar nicht einfach ist, noch die Wahrheitsfrage zu stellen und argumentativ zu ringen. Die Kasseler Theologin Johanna Rahner mahnt an, dass eine Religion, die sich die argumentative Auseinandersetzung um Glauben und Vernunft auf die Fahnen schreibe, der bequemen Verlockung nicht erliegen dürfe, auch ohne argumentative Begründung Toleranz für die eigene Meinung einzufordern.

In diesem Sinne lautet Rahners zentrale These: Die Ökumene wird sich auf Zukunft hin nicht länger jenen gesellschaftlichen wie politischen Dynamiken verschließen können, die von ihr zwar weder zu verantworten, noch durch sie zu beeinflussen sind, die sie aber massiv betreffen und ihr zukünftiges Themen-, Arbeits- und Aktionsfeld grundlegend mitbestimmen und damit auch verändern werden. Ihren Vortrag hielt Johanna Rahner im Juni 2012 im Bonifatiushaus in Fulda.