02.03.2012 - 08:18

Prof. Dr. Dr. h.c. Ludger Honnefelder "Köln als Metropole der Wissenschaft im Mittelalter"

Mit etwa 40.000 Einwohnern war Köln die größte Stadt im mittelalterlichen Deutschland. Nicht zuletzt wegen ihres umfangreichen Besitzes an Kirchen, Klöstern und Reliquien wurde die Stadt als "Heiliges Köln" bezeichnet. Früh schon emanzipierte sich die bürgerliche Stadtgemeinde von ihrem Stadtherrn, dem Erzbischof, und begann, eine kommunale Selbstverwaltung zu entwickeln.

Durch die hier ansässigen Orden und die frühe Gründung der Universität 1388 wurde Köln bedeutendes Zentrum der Wissenschaft. Der emeritierte Bonner Philosoph Ludger Honnefelder zeichnet die Entwicklung der Stadt nach, welche von der Anzahl der geistlichen Institutionen europaweit den Spitzenplatz einnahm und auch nach der Wende zur Neuzeit noch behaupten konnte. Seinen Vortrag hielt Prof. Honnefelder im Rahmen der Reihe "Glanz und Größe des Mittelalters in Köln" im Februar 2012 im Domforum Köln.