26.08.2008 - 10:40

Peter Schaar Auf dem Weg zum "gläsernen Bürger" - wie viel Überwachung brauchen wir?

Was sich vor einigen Jahrzehnten noch als erschreckende Utopie las, scheint längst von der Wirklichkeit eingeholt worden zu sein. Die umfassende Durchdringung unseres Lebens- und Berufsalltags durch Computer und andere Informationstechnologien hat uns schon fast vergessen lassen, dass wir dabei fortwährend digitale Spuren hinterlassen. Diese können zur Erstellung von Verhaltens- und Persönlichkeitsprofilen genutzt werden, ohne dass wir etwas davon erfahren.

Angesichts des rasanten technischen Fortschritts und neuer Bedrohungen stellt sich verstärkt die Frage, wie die Privatsphäre des Individuums gewahrt werden kann. Vor allem vor dem Hintergrund des jüngsten Falls von Datenmissbrauch, bei dem u. a. mehrere Millionen Kontodaten verkauft wurden…Peter Schaar ist Bundesbeauftragter für den Datenschutz und die Informationsfreiheit und seit fast zwanzig Jahren in den verschiedenen Bereichen des Datenschutzes tätig. Den Vortrag „Auf dem Weg zum gläsernen Bürger - wie viel Überwachung brauchen wir?" hielt er im Februar dieses Jahres im Kölner Domforum.